Infobrief Dezember 2014

Vorbereitung für die nächste Nacht der Nachhaltigkeit gestartet

Planungstreffen

Die Planung für die "Nacht der Nachhaltigkeit 2015" hat begonnen und der Termin für die Nacht steht fest: am Freitag, den 08. Mai 2015 werden wieder verschiedene Akteure in Tübingen ihre Türen öffnen, um den Begriff Nachhaltigkeit erlebbar zu machen. Dabei stehen Entdecken, Erleben und Genießen im Vordergrund – die Nacht möchte vor allen Dingen Spaß und Motivation für eigenes Handeln statt purer Information vermitteln.

Es trafen sich am 29.11.2014 im Umweltzentrum rund 20 Initiativen und Institutionen, um gemeinsam inhaltliche und organisatorische Fragen zu klären. Das Protokoll der Veranstaltung finden Sie hier. Wenn Sie auch bei der Nacht der Nachhaltigkeit 2015 mitmachen möchten, finden Sie weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und Terminen unter www.nacht-der-nachhaltigkeit.de.

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Gespräch zum Thema "Steinenberg" im Umweltzentrum

Am 04.12.2014 fanden sich Interessierte im Umweltzentrum zusammen, um sich über das Thema „Steinenberg" auszutauschen. Die Bebauung des Gebietes bei den Unikliniken steht wieder zur Diskussion. Rasch werden Erinnerungen an die 1990er Jahre wach, in denen das Thema schon einmal in aller Munde war.

Noch ist das ganze Gebiet im Flächennutzungsplan als Sonderbaugebiet ausgewiesen, trotz langen Kampfes und schließlich Entscheidung des Gemeinderats, mit der Bebauung nur bis zu einer bestimmten Grenze zu gehen. Der derzeit noch unbebaute Teil des Steinenbergs ist der Rest eines ursprünglich viel größeren, schon vor Jahrzehnten als besonders schutzwürdig erachteten Gebiets. Das Umweltzentrum war Mitte der 1990er Jahre mittels Gesprächen („Steinenberg-Forum") zwischen Gemeinderat, Uni-Bauverwaltung und Naturschutzgruppen maßgeblich an dem oben beschriebenen Kompromiss zur Bebauungsbegrenzung beteiligt.

Die Interessierten, die sich nun im Umweltzentrum trafen, wollen das naturschutzwürdige Gebiet Steinenberg wieder stärker in den Mittelpunkt rücken und der Öffentlichkeit näher bringen.

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Ein Jahresrückblick in Bildern

In unserem kleinen persönlichen Jahresrückblick haben wir einige Bilder unserer Arbeit im Umweltzentrum aus dem Jahr 2014 zusammen gestellt.

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Bündnis zum Schutz der Bienen

Deutsche und europäische Imkerverbände und ökologische Landwirtschaftsverbände haben sich im Jahre 2006 auf Initiative von Mellifera e.V. als "Bündnis zum Schutz der Bienen" zusammengeschlossen.

Im Jahr 2013 hat die EU-Kommission ein Gesetz erlassen, welches den Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel verbietet. Hochgiftige Pestizide stellen ein gravierendes Problem mit Auswirkungen für Umwelt und Bienen dar. Die Herstellerkonzerne dieser Pflanzenschutzmittel BASF, Bayer und Syngenta haben im Herbst 2013 Klage gegen die Kommission am Europäischen Gerichtshof eingereicht. Imkerverbände aus dem „Bündnis zum Schutz der Bienen" haben beim Europäischen Gerichtshof einen Antrag auf Prozessbeteiligung gestellt und diesem wurde stattgegeben. Als Prozessbeteiligter ist es möglich, aktiv am Gerichtsverfahren teilzunehmen und alle Schriftsätze einzusehen.

Das Gerichtsverfahren kostet viel Geld. Um die anfallenden Verfahrenskosten zu bezahlen und auf diese Weise aktiv juristisch gegen die Agrarchemie-Industrie vorzugehen, sind die teilnehmenden Imkerverbände aus dem Bündnis auf Ihre Hilfe angewiesen.

Hier können Sie weitere Informationen zum „Bündnis zum Schutz der Bienen" und dessen Spendenaufruf finden.

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Wann ist genug genug?

Es gab einmal ein schönes Motto, das im Zuge der Konferenz von Rio und den nachfolgenden Aktivitäten der "Lokalen Agenda 21" bekannt wurde: "Global denken, lokal handeln". Gilt das eigentlich noch heute in der Politik, gerade auch der Kommune, bei uns in Tübingen?

Von der Stadt werden wir nun bei der Ausweisung neuer Gewerbegebiete vor die Wahl gestellt "Au oder Traufwiesen". Fest im Blick dabei ist die Forderung, "Wir brauchen neue Gewerbeflächen". Müsste es möglicherweise heißen „Keins von Beiden"? Denn die Frage muss erlaubt sein: Steht uns das wirklich zu? Und was brauchen wir eigentlich zum Leben?

Es geht natürlich auch, aber nicht nur ums Trinkwasser: Heute schon beanspruchen wir 50% mehr Fläche für die landwirtschaftliche Produktion, als wir selber zur Verfügung haben (siehe Abbildung). Und in den fernen Ländern, aus denen wir viele Produkte importieren, sind die Flächen knapp. Sie werden dringend für die dortige Bevölkerung gebraucht. Im eigenen Land überbauen wir nach wie vor jährlich eine Fläche, mit der die Lebensmittel für eine Stadt wie Tübingen produziert werden könnten. Und in den fernen Ländern zerstören wir, die Industrieländer, zusätzlich Lebensgrundlagen durch Rohstoffabbau. Denn Gold, Kupfer, Coltan und Lithium brauchen wir doch für die Energiewende und die neuen Technologien, oder? Denn damit retten wir die Welt, aber was ist mit den Lebensgrundlagen der Anderen?

Aber Ernst beiseite: Bei der Diskussion um neuen Flächenverbrauch müssen wir unbedingt die Diskussion führen, können wir uns das noch leisten, und wenn die Entscheidung für die Versiegelung fällt, wie können wir diese Verluste ausgleichen. Und damit ist nicht gemeint, ein schönes Biotop anzulegen. Denn auch ganz normale produktive Fläche ist inzwischen bei uns Mangelware. Eine zeitliche Streckung der Bebauung hilft leider auch nicht, da Flächen bekanntlich nicht nachwachsen.

Finden wir zum Beispiel Ersatz in Form von "Urban Agriculture"? Welche Konzepte gibt es hierfür? Können sie in die Bauleitplanung implementiert werden? Oder klauen wir uns einfach weiterhin die Flächen in anderen Erdteilen zusammen?

Oder ist irgendwann genug einfach genug?

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Weihnachtsferien und gute Wünsche

Die Geschäftsstelle des Umweltzentrum Tübingen e.V. in der Kronenstraße 4 hat ab dem 22.12.2014 bis zum 05.01.2015 geschlossen. Ab dem 07.01.2015 sind wir wieder wie gewohnt von Montag bis Donnerstag zwischen 09:00 bis 12:00 Uhr für Sie da!

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2015!

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