Infobrief März 2014

Workshop mit einer Ausbildungsgruppe der KBF

Am 25. Februar haben uns SchülerInnen besucht, die bei der Einrichtung Berufliche Bildung KBF in Reutlingen ein Berufsvorbereitungsjahr mit einer im Anschluss angestrebten Ausbildung zur Bürokauffrau bzw. zum Bürokaufmann machen. Frau Maier, die die Gruppe begleitet hat, wurde durch einen Zeitungsartikel auf unsere Auszeichnung von "Büro & Umwelt" aufmerksam, den wir 2012 auf Grund diverser Maßnahmen erhalten hatten. Die Jugendlichen waren deshalb neugierig, welche besonderen Maßnahmen im Bürobereich unserer Geschäftsstelle vorzufinden sind. Vor allem, weil sie sich bereits im Vorfeld Gedanken zu den verschiedenen Bürogerätschaften gemacht hatten.

In gemeinsamer Runde besprachen wir verschiedene Möglichkeiten, wie energieeffiziente und emissionsärmere Drucker, wiederbefüllbare Tinten- und Tonerkartuschen, Recyclingpapier, Ökostrom und haben unsere "besseren" Alternativen bei Bürokleingeräten und -material vorgestellt. Auch die Vielfalt an Logos, die es mittlerweile auch für Produkte des Bürobereichs gibt, konnten wir an konkreten Produkten demonstrieren, wie zum Beispiel dem "Blauen Engel" auf Schulblöcken.

Uns wurde bei der Besprechung bewusst, dass es oftmals bereits beim Kauf von Geräten darauf ankommt, sich für Geräte zu entscheiden, die effizienter oder im Verbrauch kostengünstiger sind und deshalb die Beschaffung von Geräten und Material ein wesentlicher Aspekt ist. Büromitarbeiter haben hier vermutlich nur geringe Einflussnahme. Die erarbeiteten Erkenntnisse können aber gut im privaten Bereich bei Kaufentscheidungen umgesetzt werden.

Uns hat der Besuch der Jugendlichen im Umweltzentrum sehr gefreut und wir fanden die Besprechung in gemeinsamer Runde sehr bereichernd.

KBF in Kürze:

Die Stiftung KBF und ihre gemeinnützige GmbH sind vor gut zwei Jahren durch eine Umwandlung aus dem Verein entstanden. Sie vereint unter ihrem Dach 74 gemeinnützige Einrichtungen an 23 Standorten in den drei Landkreisen Tübingen, Reutlingen und Zollernalb. Ihre Wurzeln hat die Organisation im 1970 gegründeten Körperbehindertenförderung Neckar-Alb e.V.

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Veranstaltungen im März

Unsere Veranstaltungen im Februar und März! Mit zwei Filmvorstellungen ("Blutige Handys" und "Sklavenarbeit für unseren Fortschritt") und anschließender Diskussionsrunde hat das Umweltzentrum Tübingen zusammen mit Difäm (Deutsches Institut für ärztliche Mission) zum Thema Konfliktmineralien in Handys und anderen elektrischen Geräten hingewiesen. Die Veranstaltungen waren eingebettet in die derzeit laufende Handysammelaktion von Difäm, die dazu dienen soll, auf die Missstände hinzuweisen.

Zum Vortrag mit Fotos und Filmsequenzen mit Dr. Paul Westrich, einem der führenden deutschen Wildbienenexperten, waren fast 100 interessierte Gäste im Weltethos-Institut vor Ort. Organisiert hatten wir den Vortrag zusammen mit Sandra Müller vom Klimagarten der Uni Tübingen.

Auch auf unserem Infostand in Halle 5 auf der Familienmesse fdf boten wir Informationen zu Wildbienen und deren Unterstützungsmaßnahmen (Nisthilfen, Wildblumenaussaat, naturnaher Garten) an und daneben noch vielfältiges Infomaterial zu Wander- und Radtouren, Exkursionen, zu Bio- und Textillabels, Energiespartipps, verträglich Reisen. Der Stand in Halle 17 zur Vorstellung der Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wurde in diesem Jahr von Gebäudeenergieberater Thomas Schenk und Baubiologe Joachim Maas vom Beratungszentrum Tübingen betreut. Interessierte bekamen Infos rund ums Themengebiet Ökologische Sanierung aus fachkundiger Hand.

Zu diesem Themenfeld startete Thomas Schenk eine Vortragsreihe im Umweltzentrum am 26.03. mit seinem ersten Vortrag. Wir waren überwältigt von der regen Teilnahme.

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Gefährlich klein - Mikroplastik überall!

Es ist kaum sichtbar aber dennoch mittlerweile fast überall auffindbar. Die Rede ist von Mikroplastik. In den Ozeanen ist die Konzentration teilweise bis zu siebenmal höher als die von Plankton. Im Genfersee und im Gardasee wurde es bereits nachgewiesen. Die Ergebnisse vom Bodensee stehen noch aus.

Das sogenannte sekundäre Mikroplastik entsteht wenn größere Plastikteile durch UV-Strahlung, Wind und Wasser in der Umwelt zerkleinert werden. Bekannt sind mittlerweile schon die in den Medien auftauchenden Müllstrudel in den Ozeanen (siehe Foto). Statt als Abbauprodukt gelangt Mikroplastik aber auch direkt in Gewässer, so wird laut einer Studie aus synthetischer Kleidung, wie etwa Fleecepullover, pro Waschgang bis zu 1900 Fasern aus einem Kleidungsstück herausgelöst.





Sogenanntes primäres Mikroplastik ist in Kosmetikprodukten wie Zahnpasta, Duschgel oder Peeling enthalten. Hier dienen die Kunststoffkügelchen als Reinigungspartikel und gelangen über das Abwasser in die Gewässer. Kläranlagen können die Partikel nur herausfiltern, wenn sie über einen Mikrofilter verfügen. Im Jahr 2011 gab es in Deutschland ca. 20 solcher Klärwerke. Wieviel Plastik die Kläranlagen tatsächlich passiert soll eine Pilotstudie des Alfred-Wegner-Instituts im Frühjahr 2014 klären. Das Bild oben zeigt einen Teil des Mikroplastiks aus einer Zahnpastatube. Über die genaue Menge, die Zusammensetzung sowie den Verbleib von Mikroplastik im Meer ist bis jetzt kaum etwas bekannt. Neben rein physikalischen Schädigungen der Organismen ist auch die Aufnahme und Akkumulation von Schadstoffen aus den Mikroplastik-Partikeln zu erwarten. Zum einen durch Schadstoffe wie DDT die sich an der Oberfläche des Mikroplastiks anlagern, zum anderen durch hormonell wirksame Weichmacher die aus dem Plastik selbst kommen. Laut Alfred-Wegener-Institut sind die Auswirkungen auf den einzelnen Organismus und die Nahrungskette, an deren Ende der Mensch steht, noch nicht untersucht, es seien jedoch negative Folgen zu befürchten. Allgemein gilt, je kleiner die Teile, desto gefährlicher, denn umso höher die Konzentration und umso mehr Lebewesen können es aufnehmen. Zumindest das Mikroplastik in Kosmetikprodukten lässt sich leicht vermeiden, indem man Produkte mit Mikroplastik gar nicht erst kauft. Bei den Inhaltsstoffen ist das Mikroplastik normalerweise als Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) aufgeführt. Der BUND hat nun auch eine Liste veröffentlicht, in der Produkte mit Mikroplastik aufgeführt sind.


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Bauanleitung Nisttopf

Der Frühling ist da und mit ihm auch die Zeit Nisthilfen für Vögel anzubringen. Der "Nisttopf" von Uwe Brauner bietet hier eine kostengünstige und einfache Möglichkeit. Die witterungsbeständige Konstruktion wird im Tübinger Raum schon vielfach erfolgreich angewendet und vom Tübinger Naturschutzbeauftragten Wilhelm Binder empfohlen.

Hier geht's zur Bauanleitung.

Die Nisttöpfe können auch Preiswert bei Herr Brauner gekauft werden. Sobald insgesamt mindestens 10 Nisttöpfe bestellt sind geht er in Produktion und die Nisttöpfe können dann im Umweltzentrum abgeholt werden oder werden evtl. sogar ausgeliefert.

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Im Garten starten...

"Wer einen Garten angelegt hat, spürt, dass er einen Beitrag zum Wohl der Welt geleistet hat." C. D. Warner

Wer kennt sie noch, die Leckereien aus Omas Garten? Bunte Bohnen, zart schmelzende Radieschen, Erbsen, die mit bunten Blüten über den Gartenzaun leuchten? Jetzt ist genau die richtige Zeit, sich mit Saatgut ausgefallener Sorten zu versorgen. So wird der Gartensommer ein echter Genuss. Das Umweltzentrum regt dazu an, selbst die bunte Palette der alten Sorten neu zu entdecken, zu pflegen und zu genießen. Mit dem eigenen Gemüsegarten und den passenden samenfesten Sorten machen sie sich unabhängig vom standardisierten Angebot des Supermarkts und entdecken geschmackvolle Alternativen. Und - mehr Bio als aus dem eigenen Garten geht kaum, bei kurzen Transportwegen, Verzicht auf Gentechnik und Pestiziden. Da heißt es doch gleich loslegen. Für ein eigenes Gemüsebeet ist Platz auf der kleinsten Parzelle oder auch im Blumenkasten oder -topf. Ab März können bereits Spinat, Radieschen oder Rettich ausgesät werden. Salat, Tomaten oder Paprika werden besser drinnen vorgezogen und kommen erst im Mai nach den "Eisheiligen" raus aufs Beet. Nach regelmäßigem Unkraut ziehen und Gießen bei Trockenheit sollte dem Ernteerfolg nichts im Wege stehen.



Unser Buchtip: "Living Garden - Gärtnern im Einklang mit der Natur" von Jane Powers, Verlag Urachhaus; 24,90 Eur

Hinweise zum Thema Garten:


  • Komposter-Verkaufsaktion 2014
      Freitag 04.04.2014 von 8:00 - 16:45 und Samstag, 05.04.2014 von 8:00 - 11:45 Uhr
      Maße: 100 x 100 x 80 cm, 800 Liter
      Preis: 20,- Eur
      Verkaufsort: Zweckverband Abfallverwertung (ZAV) im Steinig 61, Dußlingen

      Bitte vormerken:
      Neben ihrem Komposter können Sie an den obigen Terminen kostenlos abgesiebten Kompost (bis 30 Liter) und Holzhäcksel als Mulch- oder Strukturmaterial für Ihren Hausgarten kompost mitnehmen. Bitte Gefäße mitbringen.
      Weitere Infos finden sie hier.

  • "Kräutertag"
      Samstag, 12. April von 10 - 18 Uhr
      Stauden & Kräuter Gärtnerei Erika Jantzen, Sindelfinger Straße 85, 72070 Tübingen
      www.stauden-jantzen.de
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    Blumenwiese für Bienen, Hummel und & Co anlegen

    Jetzt blühen bereits die Gänseblümchen, Krokusse und Märzenbecher und die ersten Wildbienen sind bereits zu sehen. Sie sind die wilden Verwandten der Honigbienen, produzieren selbst aber keinen Honig. Als Blütenbestäuber sind die über 500 in Deutschland vorkommenden Arten unverzichtbar. Der Bestäubungswert, den sie und andere Insekten allein in Europa leisten, wird auf über 14 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

    Dabei haben es die unterschiedlichen Wildbienenarten durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume und durch die industrielle Landwirtschaft mit hohen Pestizideinsätzen nicht leicht. Deshalb ist der Einsatz jedes Einzelnen durch Säen von Pollen- und nektarreichen Wildblumen umso wichtiger. Der Fachhandel hat dazu spezielle Wildblumenmischungen konzipiert, die aus heimischen Arten bestehen und bei denen Wildbienen Ernten können. Solche Blumenwiesen sollen nur zweimal im Jahr gemäht werden, frühestens ab Juni. Das Mähgut ist zu entfernen.

    Wildbienenexperte Paul Westrich empfiehlt auch noch stehenden Rosenkohl oder Grünkohl, auch Lauch im Garten stehen zu lassen,, so dass er in Blüte gehen kann. Die Wildbienen finden dann reiche Nahrung in den Blütenständen. Auch das Anlegen einer Kräuterspirale oder -beet mit italienischen Kräutern nützt den Wildbienen.

    Im Umweltzentrum können Sie derzeit ein- und mehrjährige Wildblumenmischungen des Netzwerks Blühende Landschaft (autochthones Saatgut von Fa. Rieger und Hofmann) kaufen. Wir beraten Sie gerne beim Anlegen einer Wiese oder Blumeninsel. Auch eine Auswahl an Wildbienennisthilfen finden Sie bei uns.

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    Sehenswerte Sendungen

    Tipp vom AK Klima des Forum Scientiarum der Uni Tübingen: Eine vor kurzem ausgezeichneten Sendung des Satirikers Martin Sonneborn über den CO2 Emissionshandel (unter Mitwirkung des Club of Rome):





    Tipp vom Umweltzentrum zur Erläuterung des Rentenlochs aus der Sendung "Die Anstalt" vom 11.03.2014:



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