Infobrief Mai 2011

Rückblick auf den Regionalmarkt und den Klimatag

Strahlend schönes Wetter lockte Besucherinnen und Besucher am 30. April schaarenweise in die Stadt. Das bescherte auch unserem Infostand vor dem Rathaus eine Menge großer und kleiner BesucherInnen. die einen schauten sich interessiert die Dokumentation an, die Diandra Jurtz, unsere FÖJ-Mitarbeiterin auf die Stellwand drapiert hatte. Die anderen hielten es mehr mit der handwerklichen Praxis und bohrten sich eine Wildbienen-Babystation, in der die Wildbienen ihre Brutzellen anlegen und die Larven sich entwickeln können. Denn ein "Hotel", wie dies oft auch genannt wird, ist es ja eigentlich nicht, denn die Bienen machen da ja keine Ferien.

Auch im Rathaus drängten sich, manchen Unkenrufen zum Trotz, die Interessierten zum Klimatag. Dazu hatte sicher auch beigetragen, dass die Besuchszeit verkürzt worden war, denn um 13 Uhr war "Schluss der Vorstellung". Teils gab es sehr intensive Einzelgespräche. Dabei ging es natürlich immer wieder um die Frage der Kosten der "alternativen" Dämmstoffe. Wie aber will man den Vorteil einer sommerkühlen Dachwohnung oder die Ästhetik einer nicht von Algenvergrünten oder vergrauten Wand in Geld ausdrücken? Dennoch konnten diese Vorzüge viele von den biogenen Dämmstoffen überzeugen. Und sogar die Landesschau interessierte sich für diese Materialien! Großes Interesse fand auch wieder unsere Ausstellung zu den Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen mit ihren vielen Detail-Informationen über praktisch alle derzeit existierenden Dämmstoff-Varianten.

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Die neuen Sommer-Ausflugs-Fahrpläne sind da!

Jedes Jahr gibt es ein stets erweitertes Angebot von Zug- und Buslinien im "naldo", die Ausflügler auf die Alb oder die Umgebung transportieren. Die neue Broschüre mit allen Fahrplänen des "Schwäbischen Alb Freizeit-Netzes" liegt bei uns in unserem Infoblatt-Ständer zum Mitnehmen bereit. Geradezu ideal sind diese Verbindungen für Fahrradtouren, wenn man mit der Tageskarte fährt und von Unterwegs mit dem Zug zurück fahren möchte. Super mit dem Gruppenticket, wenn man mit zwei Personen und zwei Rädern fahren möchte. Aber auch für Tageswanderungen, die nicht zum Ausgangspunkt zurück führen müssen, wie das mit dem Auto notwendig ist, sind diese Verbindungen prima geeignet! Ebenso haben wir hier den Fahrplan des "Ulmer Spatz", der ja neulich in der landesschau vorgestellt wurde. Auch hier gibt es die verschiedensten Angebote, beispielsweise nach Trochtelfingen zur Firma Albgold, die sich ja mit viel Öko und gegen Gentechnik profiliert und positioniert.

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Unsere Wildbienen-Aktion in Pfrondorf

geht in der zweiten Monatshälfte in die Endrunde. Noch im April haben wir eine AG-Doppelstunde damit zugebracht, erst einmal zu klären, dass "Biene" nicht nur die Honigbiene ist, und dass die "Wildbienen" gar nicht wild sind. Sehr lustig fanden die Kinder, dass die Bienen "VegetarierInnen", die Wespen dagegen "Fleischfresser" sind. Ausgestattet mit dem Wissen, wo die verschiedenen Bienenarten ihre Nahrung holen und in welch verschiedenen Nistegelegenheiten sie, je nach Art, ihre Butzellen anlegen, vom morschen Baum über die Lehmwand eines Fachwerkhauses bis zum Trampelpfad in der Wiese, haben wir sie - mit Bildvorlagen aus den Werken von Paul Westrich - auf ein Detektivspiel geschickt. Dabei sollten sie auf einem Familienspaziergang selbst Fotos von vergleichbaren Situationen machen, und darauf achten, ob sie dort auch Bienen beobachten können.

Anfangs des Monats haben sie nun ihre Bilder mit gebracht, von ihren Erlebnissen erzählt und unter großem Hallo daraus Plakate geklebt und gemalt. Die Plakate werden in der Schule aufgehängt und sicher auch bei der Einweihung des Bienenhauses Anfang Juni präsentiert.

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Die Mauersegler sind da!

Pünktlich zum 1. Mai (!) sind die Mauersegler wieder eingetroffen! Nun gibt es Gelegenheit, die Kartierung der »ornitologische Arbeitsgemeinschaft Tübingen« zu unterstützen und herauszufinden, wo es bisher Nistegelegenheiten für Mauersegler (und Mehlschwalben) gibt.

Dabei können alle mithelfen: Hier können Sie sich einen Kartierungsbogen herunter laden, auf dem Sie eigene Beobachtungen zu Nistplätzen eintragen und melden können. Die Idee dahinter ist, diese Meldungen im Baurechtsamt zu sammeln. Dann können Gebäudeeigentümer, die ihr Haus energetisch modernisieren möchten, möglichst früh mit Informationen zu Maßnahmen versorgt werden, wie im Zuge einer solchen Sanierung möglichst die Brutplätze von Mauerseglern und Mehlschwalben erhalten oder neu angelegt werden können.

Die ornitologische Arbeitsgemeinschaft stellt zusätzlich allgemeine Informationen und Bauanleitungen für Mauersegler-Kästen zur Verfügung. Bitte helfen Sie mit, dass die Aktion ein Erfolg wird. Entweder durch das Anbringen oder Einbauen von Nistegelegenheiten bei sanierten Häusern, wo es bisher Mauerseglernistplätze gab, oder durch Beteiligung an der Kartierung, wenn Sie Nistplätze kennen oder jetzt darauf aufmerksam werden.

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Wussten Sie schon...?

Der neue Biokraftstoff E10 war ein Flop. Dabei sollte er doch das Klima retten. So glaubte es zumindest die Bundesregierung. Vielen war der neue Sprit nicht geheuer. Wie viele den Kraftstoff boykottiert haben, weil sie um ihr Auto fürchteten, und wie viele im Prinzip der Beimischung kritisch gegenüber standen, lässt sich nicht mehr klären. Klären lässt sich aber, ob dieser Sprit tatsächlich das Klima retten könnte. Ein Gutachten des Umweltinstitutes zeigt die tatsächlichen Verhältnisse auf. Kategorie "lesenswert"!

Und was Strom wirklich kostet können Sie in der neuen Studie des Forum ökosoziale Marktwirtschaft lesen.

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Und noch eins drauf!

hier eine Meldung, die das Klimaforschungsinstitut Potsdam herausgegeben hat:

Reiche Länder sind zunehmend für den Ausstoß von Treibhausgasen in ärmeren Ländern verantwortlich. Dort verursachen sie durch ihren Konsum mehr CO2 als sie in ihren eigenen Grenzen einsparen. Dies hat ein internationales Wissenschaftlerteam in der ersten umfassenden Studie zu diesem Thema herausgefunden.
Nach einer gemeinsamen Pressemitteilung der TU Berlin und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung werden in den Industrieländern zunehmend Waren konsumiert, die in Entwicklungsländern produziert werden. Während in Industrieländern der Emissionsanstieg zwischen 1990 und 2008 insgesamt gebremst wurde, betrug er weltweit 39 %. Die CO2-Emissionen für die Produktion von Gütern, die in Industrieländern konsumiert werden, ist dabei überdurchschnittlich gewachsen. Eine Verlagerung von Emissionen in die ärmeren Länder könnte auf Dauer die Wirkung von Emissionsbegrenzungen etwa in Deutschland oder Europa unterlaufen, so die Autoren.
"Wer ein Radio oder eine Hose in Deutschland kauft, verursacht CO2-Emissionen im Herstellungsland, weil die Fertigung nun einmal Energie verbraucht - etwa in China oder Bangladesch", erklärt Dr. Jan Christoph Minx aus den Forschungsbereichen Klimaökonomie und Sustainable Engineering der Technischen Universität Berlin, einer der Autoren. Unter dem Klimaschutzabkommen des Kyoto Protokolls haben sich Industrieländer zur Begrenzung ihres CO2-Ausstoßes verpflichtet. Für Schwellen- und Entwicklungsländer wurde auf eine solche Begrenzung jedoch verzichtet, um notwendiges Wirtschaftswachstum im Kampf gegen die Armut nicht zu behindern.
"Durch ihren Konsum haben die meisten Industrieländern zu mehr Emissionswachstum in Entwicklungsländern beigetragen, als sie durch Klimaschutz zu Hause eingespart haben", so Minx. Der Konsum in Industrienationen verursachte einen Emissionsanstieg in Entwicklungsländern, welcher die bis 2008 erreichten Emissionseinsparungen in den Industrienationen um ein Fünffaches übersteigt.
Nur durch dieses Auslagern von Emissionen, so die Autoren, könnten die Industrieländer bislang ihre Klimaschutzziele mit vergleichsweise geringen Anstrengungen und trotz wachsenden Konsums erreichen.
Die Studie ist in der renommierten Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen. Die Autoren haben Emissionsverlagerungen in 95 Ländern und 57 Wirtschaftsbranchen über 19 Jahre hinweg untersucht. Bislang hatte es ähnliche Analysen nur für einzelne Jahre gegeben.

Hier gibt es die komplette Mitteilung sowie die original Literaturstelle.

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