Infobrief vom Juni 2012

Unser Symposium zur Sanierung historischer Gebäude

Unser Symposium zur zukunftsfähigen Sanierung historischer Gebäude, zunächst geplant für dieses Frühjahr, dann perspektivisch auf den Herbst verschoben, müssen wir leider im Augenblick ganz streichen.

Die Arbeit für die zukünftige Weiterführung des Umweltzentrums nimmt doch mehr Zeit und Arbeitskraft in Anspruch, als gedacht. Denn sollte es nicht gelingen, eine angemessene Vergütung für die zukünftige Leitungsperson zu Stande zu bringen, müsste das Umweltzentrum seine Aktivitäten, von der Beratung über Kinderaktionen bis hin zu umfangreicheren Veranstaltungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung drastisch reduzieren.

Wir hoffen allerdings sehr, mit den jetzt geplanten Anstrengungen noch eine Lösung für eine Nachfolge in der Leitungsposition zu finden.

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Rio + 20 was ist denn das?

Zum 20. Mal jährt sich der Termin der wegweisenden Konferenz von Rio.

Von den hehren Zielen zur Verbesserung der Umwelt und Entwicklung auf der Erde ist jedoch nicht viel übrig geblieben. Die meisten Parameter haben sich verschlechtert und die Erde ist weiter auf dem Weg zu größerer Ungleichheit, mehr Verschmutzung, geringerer Artenvielfalt - kurz, sie bewegt sich weiter weg von der Nachhaltigkeit, die als Ziel in der Konferenz von Rio 1992 angestrebt worden ist.

Die neue Konferenz "Rio + 20" ist leider kein Meilenstein auf dem Nachhaltigkeitspfad.

Sie wird von Zieldiskussionen, Absichtserklärungen, Sondierungen und ähnlichen Unverbindlichkeiten geprägt sein. Kernpunkt und neuer Slogan ist die "Green Economy". Dieses Konzept, das postuliert, wir könnten die alten, bisherigen Konzepte des Wachstums grün machen, wird aber von vielen Seiten angezweifelt, wie zum Beispiel von Ulrich Brand in der Taz vom 15. Mai
Die Tübinger FIAN-Gruppe hat deshalb zur Koordination eines Aktionstages aufgerufen, bei dem wir, sozusagen als Gelenk zwischen den Dritte-Welt- und Gerechtigkeitsthemen und der Umwelt-Seite mit arbeiten.

Aus den verschiedenen Aktionen der Gruppierungen ist im Juni ein ganzes Programm entstanden:

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Vortrag Rio+20 und die grüne Ökonomie

Unter diesem Titel wird Prof. Dr. Gehard Scherhorn auf Einladung der FIAN Lokalgruppe Tübingen am 4.6. um 20 Uhr in der Cafeteria im Schlatterhaus (Österbergstraße 2) Eine Bilanz der Agenda 21 ziehen und aufzeigen, wie Nachhaltigkeit tatsächlich verwirklicht werden kann.

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Aktionstag Rio+20 - Zeit zum Handeln

Am 16. Juni von 10 bis 13 Uhr werden wir zusammen mit den Gruppen von FIAN Tübingen, terre des hommes, Attac, und vom Weltladen auf dem Holzmarkt einen Aktionstag unter dem Motto "Zeit zum Handeln" gestalten. FIAN informiert über die Naturland-Kampagne Öko und fair ernährt mehr Der Weltladen wird mit seinen fairen Bananen das Thema Bio = fair? erläutern, Terre des hommes bietet Kindern die Möglichkeit ihre Wünsche und Hoffnungen auf ein großes Banner zu malen, Attac macht einen konsumkritischen Stadtspaziergang und wir wollen ein kleines Straßentheater zum Thema Erneuerbare Energien und Lebensstile aufführen. Mit diesem Aktionstag wollen wir zeigen, dass jeder Einzelne und jede Einzelne selbst zur Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit auf der Welt beitragen kann.

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Raising Resistance

In einer Welt, die immer schwerer zu überschauen ist, immer korrupter wird, haben die Regisseure von "Raising Resistance" einen gelungenen Dokumentarfilm gedreht.
Er handelt von den Kleinbauern in Paraguay, die sich gegen den dort boomenden Sojaanbau auflehnen. Die Kräfte, gegen die hier Widerstand geleistet werden soll, seien nahezu unüberwindlich, laut einem Artikel der taz vom 04.05.2012.
Interessenkämpfe riesiger Unternehmen spielen dabei eine große Rolle. Soja wird mittlerweile großflächig vor allem in Lateinamerika zur Futtergewinnung für Nutztiere in industrialisierten Ländern angebaut.
Die Sojapflanzen werden hierbei genetisch so modifiziert, dass sie gegen die aggressiven Schädlingsbekämpfungsmittel nahezu resistent sind, somit besonders ertragreich. Alles andere drum herum verendet. Auch Kinder, die neben den Sojaplantagen leben, werden davon betroffen. Blindheit kann eine der gesundheitlichen Folgen sein.
Die Bauern kämpfen mit kleinen Mitteln, dennoch sind sie viele. Werden sie es schaffen gegen die großen Mächte anzukommen?
Dies und viel mehr zeigt der Dokumentarfilm, der am 20. Juni um 20.30 Uhr im Kino Museum in Tübingen laufen wird.

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unsere neuen Mähkurse - Kurse füllen sich!

Unser "Weg zur blühenden Wiese" ist offenbar immer noch attraktiv. Hier lernen Sie nicht nur das mühelose Mähen, sondern auch viel Wissenswertes über die Wiese und Ihre BewohnerInnen.
Die Mähkurstermine füllen sich und der Kurs am 7.7. ist schon bis auf einen Platz ausgebucht. Die Wiese für den Kurs steht hoch und saftig.
Wenn Sie noch Interesse haben, melden Sie sich schnell an. Eine Mail an uns - und Sie bekommen den Link zur verbindlichen Anmeldung. Danach schicken wir Ihnen eine Bestätigung mit weiteren Einzelheiten und dem Ort der Veranstaltung.

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Das Rosenfest 2012

Findet am Samstag / Sonntag, 30.6. / 1.7. wieder in der alten Klosteranlage in Bebenhausen statt - dieses mal zweitägig. Da sind wir natürlich auch wieder dabei und bringen unsere Informationen über den naturnahen Garten an den Mann und an die Frau.

Hier haben wir natürlich gerade unser Zielpublikum, dem wir zeigen können, was man im Garten schon durch eine geeignete Pflanzenauswahl oder auch durch Naturmäuerchen und ein paar Nisthilfen für die Natur und auch für den eigenen Geldbeutel tun kann. Denn Hausgärten und private "Gütle" sind ideale Refugien für die Natur, die in der Agrarlandschaft aus ökonomischen Gründen oft buchstäblich unter die Räder kommt.
Besuchen Sie uns doch an unserem Stand. Für das "Wohlergehen" Ihrer Füße haben wir wieder unseren Barfußpfad dabei. Und wer will, kann sich auch wieder handwerklich betätigen und sich selbst eine Wildbienen-Nisthilfe herstellen. Selbstverständlich können Sie diese, wie auch unsere Broschüren zum naturnahen Garten, käuflich erwerben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Neuanschaffungen in der Bibliothek

Wir haben den Bestand unserer Bibliethek wieder ein mal erweitert. Zwei Bücher haben wir angeschafft:

Erstens ein Buch zum Thema "Häuser richtig dämmen". Enthalten sind wichtige Tipps und Erläuterungen insbesondere zur Feuchte-Problematik beim Dämmen. Das Buch wendet sich an Selberbauer, wobei aber betont werden muss, dass es auf jeden Fall wichtig ist, Fachleute zu Rate zu ziehen. Sonst können Sich Fehler einschleichen. Und leider sind nicht alle Tipps konsequent richtg!

Sie können sich aber gerne bei uns den richtigen Rat holen. Vereinbaren sie einfach bei der Ausleihe (oder auch ohne) einen Termin für ein ergänzendes Gespräch (Anschauungsunterricht am Modellgebäude Kronenstraße 4 inbegriffen!).

Das Zweite ist ein Buch mit dem Titel "Wie Sie ihre Stromkosten spürbar senken". Das Buch ernthält interessante Checklisten für die eigene Agenda mit Hinweisen über das Einspar- und Realisierungspotenzial. Dabei sind auch viele Vorschläge, die Sie sofort ohne Investitionen umsetzen können.

Ergänzend haben wir die Neuauflage der Broschüre "Energiesparen im Haushalt" des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, verfasst vom Büro CONSISTE in Tübingen, zur kostenlosen Mitnahme hier im Büro. Hier gibt es die alleraktuellsten Hinweise insbesondere zu energiesparender Beleuchtung mit LEDs, zur Anschaffung neuer Geräte und ergänzende Quellen zum weiter lesen.

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Denken Sie daran: Das Ende der Verschwendung ist der Grundpfeiler der Strategie "100% Erneuerbare Energie". Helfen sie mit, "100 % Erneuerbare" zu ermöglichen!

Wussten Sic schon...Blumenwiese statt Maisfeld!

Beim Thema "Biogas aus Mais" kommen zwei Fragen auf. Die Erste: "werden da nicht Nahrungsmittel verschwendet? Es gibt so viele Menschen auf der Welt, die hungern und wir machen aus unserem Mais Energie!" Nun wird der Hunger auf der Welt allerdings nicht geringer, wenn wir bei uns mehr Mais als Nahrungsmittel anpflanzen.

Als Zweites stellt sich die Frage der großflächiger, einheitliche Bewirtschaftung. Gerade Mais wird nahezu immer nach diesem Schema angebaut, oft auch jahrelang auf der selben Fläche. Dies hat extrem negative Auswirkungen auf die Umwelt. Artenvielfalt wird zerstört, das Bodenleben wird geschädigt und es muss häufig gedüngt und gespritzt werden. Dabei wird nach wie vor das Pestizid Clothianidin eingesetzt, das sich als extrem bienschädlich erwiesen hat. Seit 1999 schon gibt es eine neue Idee: Blumenwiese statt Maisfeld! Einerseits schöner, aber auch viel besser für die Umwelt. Die Effizienz sei geringer, ca. 50-70% im Vergleich zu Mais, dennoch würde es sich im Endeffekt ausgleichen, so die Experten der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), da die Wildpflanzen nur im 5-jahres Takt ausgesäht werden müssen, was Saatgut und Maschinenkosten spart. Und die Wildpflanzen haben so einige Vorteile, wovor der Mais nur den Hut ziehen kann: Bei den Wildpflanzen werden keinerlei Spritz- oder Düngemittel benötigt, was einerseits immens Kosten verringert, aber auch der Umwelt zugute kommt. Weitere Pluspunkte kann sich das Konzept dadurch holen, dass durch die Wildpflanzen die Artenvielfalt gefördert wird. Sie bieten Nahrung für (Wild)Bienen und Schmetterlinge und auch Bodenbrüter, wie das Rebhuhn oder auch Rehe profitieren davon. Trotzdem tut sich immer noch ein Problem auf, das auch durch dieses gute Idee nicht wegzuleugnen ist: Auf Ackerland angebaut, werden immer noch fruchtbare Böden dafür verwendet, unseren Energiehunger zu stillen. Andererseits sollte die extensive biologische Landwirtschaft sinnvollerweise ausgeweitet werden, und dafür ist für die gleiche Produktion mehr Fläche notwendig.

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Wissen Sie noch?...Klimawandel bedroht Pazifik-Staaten

Tuvalu war damals das Schlagwort, die Insel, die wegen des steigenden Meeresspiegels untergeht. Das hatte immer so einen etwas folkloristischen Anstrich - hach, wie interessant.

Jetzt ist es bittere Wirklichkeit geworden:
Der Präsident von Kiribati, Anote Tong verhandelt mit der Regierung des Nachbarlandes Fidschi über die Umsiedelung einer Umsiedlung der Bevölkerung.
Der steigende Meeresspiegel bedroht die Landwirtschaft, weil das Salzwasser das durch Niederschläge gebildete süße Grundwasser verdrängt, eine Nahrungsmittelproduktion dadurch unmöglich wird. Für die etwa 100.000 Menschen des Staates erwägt die Regierung, 2.000 Hektar Land in Fidschi zu kaufen, wohin die Bevölkerung nach und nach umgesiedelt werden könnte.
Die Forderungen von Tong nach Unterstützung durch die Internationale Gemeinschaft (und die hauptsächlich CO2-emittierenden Industrieländer) verhallten bisher ungehört.

Aber schließlich sind wir es, die die Menschen dort aus ihrer Heimat vertreiben.
Auch hier wäre es dringend "Zeit zum Handeln"!

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