Infobrief Oktober 2013

Neuer Baustein der Spendenaktion 1 x "für immer": Tombola im "fairen Kaufladen"

Mit der Spendenaktion 1 x "für immer" will das Umweltzentrum Tübingen e.V. eine solide Basis für seine zukünftige Arbeit erreichen. Noch belasten Kredite von der modellhaften energetischen Modernisierung des Gebäudes Kronenstraße 4 die Finanzen des Umweltzentrums. 200.000€ waren das insgesamt. Das wären, so der ehemalige Geschäftsführer Manuel Haus, "nur 100 Personen, die einmalig 2.000€ spenden". Kein unrealistisches Ziel: Schon nach weniger als einem halben Jahr war mit Hilfe des Städtischen Matching Fund die Hälfte der Summe aufgebracht und der erste Kredit getilgt!

Einen neuen Baustein hat nun Bruno Gebhart-Pietzsch, Inhaber des "fairen Kaufladen" in die Aktion eingefügt: Er richtet in der Marktgasse in Tübingen eine Langzeit-Tombola aus. Dazu hat er schon in der ersten Serie interessante Preise angeboten: Ein Abo zum Theaterbus nach Melchingen, Karten für seine Kleinkunstbühne, Buchgutscheine für sein Sortiment und vieles mehr. Die Aktion wird noch mehrere Monate laufen und durch ihren Erlös das Umweltzentrum seinem Ziel der vollständigen Entschuldung ein Stück näher bringen.

Selbstverständlich geht die Aktion 1 x "für immer" auch für potenzielle GroßspenderInnen weiter. Sie können durch ihr Mitwirken dauerhaft Entscheidendes für die Umwelt- und Bildungsarbeit in Tübingen und der Region tun.

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Vorbereitungen der "Nacht der Nachhaltigkeit" gehen in die heiße Phase

Die Vorbereitungen zu unserem Veranstaltungshöhepunkt des Jahres 2013, der "Nacht der Nachhaltigkeit" schreiten voran. Im September gab es unter den Organisatoren weitere Abstimmungstreffen, in denen es viel zu entscheiden gab: Flyergestaltung, Plakatentwurf, Plakatierung in der Stadt, Betreuung und Koordination der einzelnen Mitveranstalter - all das will organisiert sein. Ende September war für alle angeschriebenen Mitveranstalter Anmeldeschluss und so sind nun mittlerweile über 25 verschiedene Veranstaltungen fest angemeldet. Eine begeisternde Zahl, die unsere Vorfreude auf den 29.11.2013 noch mehr steigert.

Anfang Oktober bekamen wir die druckfrischen Plakate, die wir unter den Veranstaltern verteilen und in ganz Tübingen anbringen werden. Vielleicht entdecken Sie ja schon bald eines davon?

Bis zum 29.November, dem Start der "Nacht der Nachhaltigkeit", beschäftigt sich das Orga-Team mit den letzten Details, wie zum Beispiel dem Bewerben der "Nacht der Nachhaltigkeit" via Zeitung, Internet, Flyern und Plakaten.

Machen Sie sich schon jetzt einen Eindruck von unserem Programm auf der Veranstaltungswebsite oder folgen Sie der Veranstaltungs-Facebookseite.

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Rückblick: Veranstaltungstour im September

Im September war das Umweltzentrum gleich auf drei namhaften Tübinger Veranstaltungen vertreten:

Mit dem Sommerferienprogramm ging es los. An zwei Tagen gestalteten wir mit jeweils 10 Kindern einen bunten "Wildbienennachmittag". Manuel Haus gab eine Einführung zu Wildbienen, danach ging es im sonnigen Hof zum Bohren und Basteln. So entstanden verschiedene Nisthilfen, die die Kinder mit nach Hause nehmen konnten. Ins Staunen brachte uns ein kleiner junger Mann, der motiviert vier Nisthilfen in den zwei Stunden gebaut hatte.

Beim Kinderfest des Umbrisch-Provenzialischen Marktes waren auch wir mit unserem Angebot zum Nisthilfenbau vertreten. Dabei hatten wir einen großen An-drang interessierter Kinder und Eltern, was uns zeitweise ins Schwitzen brachte. Am Ende hatten wir unser gesamtes Material vergeben, so dass es in vielen Familien nun Nisthilfen gibt, die hoffentlich im nächsten Jahr rege von Wildbienen belegt werden. Natürlich haben wir den Interessierten einen Einblick in die Lebensweise und Artenvielfalt der Wildbienen vermittelt sowie Tipps zum Anbringen der Nisthilfen gegeben.

Beim alten Tübinger Neckarwerk in der Brückenstraße waren wir auf Einladung der Stadtwerke Tübingen beim "Unser-Neckar"-Aktionstag am Sonntag, 29.09.2013 mit einem Aktionsstand dabei. Das Land Baden-Württemberg ruft alle zwei Jahre diesen Tag aus und in vielen Städten am Neckar finden unterschiedliche Veranstaltungen statt.

Wir hatten 3 unterschiedliche Angebote vorbereitet: Bau von Wildbienen-Nisthilfen aus Hartholz mit Dach und Schilfbündel, die die Kinder gemeinsam mit ihren Vätern oder Müttern gebaut haben. Der Barfußpfad lag zum Erkunden bereit und als besondere Attraktion hatte unser FÖJ-Praktikant Anton ein Quizrad konzipiert mit Fragen rund um den Neckar und zum Thema Wasser. Das knatternde Geräusch beim "Drehen" des Rades hatte viele Kinder angeregt mitzumachen und so bildete sich eine lange Schlange mit Kindern und Eltern. Für das Beantworten der kniffligen Fragen bekamen die Kinder kleine Geschenke, die uns von den Stadtwerken zur Verfügung gestellt worden sind.

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Vorstellung der neuen Praktikanten und des FÖJlers

Seit dem 2. September geht es wieder rund in der Geschäftsstelle des Umweltzentrums. Nach der Sommerpause fingen gleichzeitig 3 neue Praktikanten im Umweltzentrum an: Anton wird ein "Freiwilliges Ökologisches Jahr" beim Umweltzentrum machen, Sven absolviert als Student der Bioenergie an der Hochschule Rottenburg sein Praxissemester bei uns und Veronika schnupperte für vier Wochen im Rahmen ihrer Semesterferien bei uns rein (auf dem Foto von rechts nach links).

Unterstützt wird das neue "UWZ-Team" weiterhin vom ehemaligen Geschäftsführer Manuel Haus.

Im September beschäftigten sich alle Praktikanten vorwiegend mit dem Büroalltag und der Organisation der kommenden Veranstaltungen. Für Veronika ging es Anfang Oktober wieder mit ihrem Studium an der Uni Freiburg weiter. Wir danken ihr auf diesem Wege nochmals herzlich für ihre Unterstützung und wünschen ihr viel Freude und Erfolg im Studium.

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Erweiterung der Reutlinger Deponie "Saurer Spitz" spaltet die Meinungen

Jeder, der schon einmal ein Haus renoviert hat, kennt die Situation:

Gerade hat man voller Elan die Wand, die ehemals Küche und Wohnzimmer voneinander getrennt hatte, mit seiner frisch erworbenen "Hilti" dem Erdboden gleich gemacht. Dann stellt sich vor dem Haufen Bauschutt die Frage: ".. und wohin damit?"
Ein Blick in die Gelben Seiten gibt hier Auskunft: Ganz in der Nähe ist eine Erddeponie für Bauschutt, bei der man "schnell und einfach" alles los wird und der Bauschutt auch noch "umweltgerecht" endgelagert wird.

Oder?

Mittlerweile bereiten zwar spezialisierte Unternehmen den Bauschutt auf und verkaufen ihn großteils als Recyclingprodukt weiter. Materialien wie Beton, Ziegel und Fliesen werden in Brechanlagen zu Recyclingbeton oder Material für den Straßen- und Wegebau aufbereitet. Doch leider werden noch große Mengen nicht verwertbare Bauabfälle deponiert (z. B. Asbest, Verbundstoffe).

Beim Thema Deponie sprechen die Einen deshalb von der sinnvollsten Möglichkeit Bauschutt, Bauabfälle oder Bodenaushub endzulagern, die Anderen allerdings von einer jahrhundertlangen Zerstörung von Umwelt und allen darin lebenden Lebewesen.

Als die Reutlinger Stadtverwaltung 2001 erkannte, dass die Erddeponie "Saurer Spitz" an der Landstraße 383 Richtung Gönningen im Laufe der nächsten Jahre erschöpft sein würde, machte man sich auf die Suche nach einer neuen Deponie.

Die Befürchtung, dass es bis zur Einweihung der neuen Deponie ein langer und diskussionsreicher Weg werden würde, sollte sich schnell bestätigten: Nachdem die Süderweiterung der bestehenden Deponie "Saurer Spitz" als sinnvollste Lösung von der Stadt Reutlingen vorgestellt war, reagierten die Naturschutzbände und kritisierten die Standortsuche sowie die Standortwahl. Ihrer Meinung nach wurden bei der Suche alternative Standorte aus Zeitgründen nicht ausreichend geprüft, sondern der schlechteste aller Standorte gewählt, denn die Erweiterungsfläche grenzt direkt an ein europaweit geschütztes FFH (Flora-Fauna-Habitat) Gebiet. "In diesem befinden sich mehrere 150-200jährige Eichen sowie besonders geschützte Arten, die durch die Bauarbeiten und den Betrieb erheblich beeinträchtigt werden.", so der BUND. Da im Kreis ansonsten jedoch keine weiteren Deponien für Erweiterungen zur Verfügung stehen, wurde der Standort bewilligt.

Es folgten Raumordnungsverfahren, detaillierte Planungen sowie die Ausarbeitung und Durchführung eines Planfeststellungsverfahren. "Bei jeglicher Planung seien die Träger öffentlicher Belange also auch der Umwelt- und Naturschutz beteiligt gewesen.", betont die Stadt Reutlingen in einer Pressemitteilung Anfang des Jahres. Der BUND wiederum spricht von einer unzureichenden Beteiligung der Naturschutzverbände: "Wieder einmal wurden", so Rainer Blum vom BUND Kreisverband Reutlingen, "bei einem gravierenden Eingriff in Natur und Landwirtschaft die Spielregeln eines "guten" Verfahrens nicht beachtet". Gutachten zum Arten- und Biotopschutz seien erst auf mehrfaches Nachfragen ausgehändigt worden und enthielten fachliche Fehler und Ungereimtheiten" so der BUND (Pressemitteilung des BUND).

Trotz allem ist das Verfahren seit dem 6. September 2013 nun abgeschlossen. Rodungsmaßnahmen sind bereits erfolgt. Trotzdem können Sie bei der Petition der Initiative Regenwald e.V. Ihre Stimme gegen die Zerstörung abgeben.

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So schmeckt der Herbst

Merit Segen, Kochbuchautorin aus Tübingen, hat uns ein einfaches Rezept zugeschickt für selbst gemachtes Zwetschgenkompott. Sie will Lust machen wieder selbst zu ernten und die Früchte von Baum und Garten zu leckeren Speisen zu verarbeiten.

(Obst finden Sie HIER; auch in Tübingen sind freie Obstbäume eingetragen)

Selbst gemachtes Zwetschgenkompott:

200ml Wasser kurz aufkochen
500g eigene oder gekaufte Bio-Zwetschgen waschen, entsteinen, kurz mitkochen
Je nach Geschmack mit Zucker (Bio-Fair Rohrohrzucker) süßen
Verfeinern können Sie mit einer Prise gem. Bio-Zimt, gem. Bio-Nelken und 1/2 geriebene Bio-Zitronenschale

Zwetschgenkompott passt als Hauptspeise lecker zu Bio-Schupfnudeln oder als Dessert zu Pudding oder Grießbrei. Alternativ können auch Äpfel oder Birnen zu Kompott verarbeitet werden!

In ihrem Kochbuch "Duftender Luxus" (ISBN 978-3-8372-0551-0, Weimarer Schiller-Presse, 24,80€) beschreibt die Autorin neben Rezepten auch ihren Ansatz einer relativ günstigen, stromsparenden, gesunden und nachhaltigen Ernährung rund ums Jahr:

"Das besondere meiner 100 % ganz echt natürlichen Ernährung rund um das Jahr ist, dass ich Bioland-Selbstanbau mit gekauften Bio-Lebensmittel möglichst aus der Region und mit Bio-Fair Produkten aus fernen Ländern kombiniere, damit die Gerichte relativ günstig, richtig nachhaltig und richtig gesund sind."
Merit Segen

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Film Tipp:"Bottled Life" - Kinopremiere im Arsenal Kino

Das Umweltzentrum und die Stadtwerke Tübingen luden am Donnerstag, den 12.September 2013 zur Kinopremiere der Enthüllungsdokumentation "Bottled Life" ins Tübinger Arsenal Kino. Freikarten wurden gesponsert von den Tübinger Stadtwerken. Der Dokumentarfilm thematisiert das Milliardengeschäft des Lebensmittelkonzerns Nestlé mit abgepacktem Trinkwasser. Er wurde dieses Jahr schon mit mehreren Preisen ( z.B.: Bester Dokumentarfilm 2013 des Greenme Festival) ausgezeichnet.

Anschauen lohnt sich!

Anschließend fand noch ein Gespräch mit Wilfried Kannenberg, dem technischen Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen statt. Herr Kannenberg gab Informationen zur hiesigen Wasserversorgung und beantwortete Fragen aus dem Publikum. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei den Stadtwerken und Herrn Kannenberg für die Unterstützung der Veranstaltung.

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Unterstützung durch "Kletter-Duo" Manfred und Pauline

Ein Drahtseilakt in schwindelerregender Höhe - so kann man das Abseilen unseres Barfußpfads vom Speicher der Kronenstraße bezeichnen. Via Seilwinde müssen die einzelnen Kisten vor einer Veranstaltung vom Speicher bis auf die Kronenstraße abgeseilt und nach der Veranstaltung wieder hochgezogen werden. Erstmals hatten wir bei dieser Aktion Profis vom Höhlenklettern als Unterstützung: Manfred Brenner, Chemielehrer an der Gewerblichen Schule Tübingen und dort Leiter der "Höhlen AG" sowie seine Helferin Pauline. Ausgerüstet mit Seil und Karabiner und mit einer Menge "Sicherungs-Know-How" im Gepäck besuchten uns die beiden und halfen tatkräftig beim Hoch- und Runterlassen der Kisten.

Für das Team vom Umweltzentrum war das eine große Erleichterung. Deshalb nochmals unser Dank für Eure Unterstützung!

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Rückblick Stierkampf Petition

Den ganzen September sammelte das Umweltzentrum Tübingen Unterschriften gegen Stierkampf und Stierhatz in Spanien. Insgesamt kamen über 100 Unterschriften zusammen, die wir Anfang Oktober an die spanische Botschaft in Berlin und an das spanische Ministerium für Bildung, Kultur und Sport in Madrid geschickt haben.

Wir bedanken uns auf diesem Weg nochmals bei Allen Unterstützern. Die Petition der Tierrechtsorganisation PETA ist weiterhin online.

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