Infobrief November 2013

Countdown: Nacht der Nachhaltigkeit

Die Nacht der Nachhaltigkeit am 29.November 2013 steht nun quasi kurz vor der Tür und die Spannung und Vorfreude im Umweltzentrum, als Teil des Organisationsteam, steigt. Die Programmflyer sind bereits im Umlauf und schon in vielen Läden und Institutionen Tübingens sowie bei allen Mitveranstaltern zu finden. Haben Sie sich schon einen gesichert? Nein? Dann wird es höchste Zeit, denn das Programm gibt einiges her:

Über das ganze Stadtgebiet verteilt laden am Freitag, den 29.11.2013 Veranstaltungen zum Thema "Nachhaltigkeit" in Form von Workshops, Vorträgen, Filmen, Diskussionsrunden, Sketchen, Besichtigungen und Reden zum ins Gespräch kommen ein. Da ist garantiert für jeden etwas dabei.

Das Umweltzentrum wird während der Nacht seine Türen öffnen und sein 350jähriges, denkmalgeschütztes Haus vorstellen sowie im Zusammenhang die Ausstellung zum Thema nachwachsende Dämmstoffe präsentieren. Der ehemalige Geschäftsführer Manuel Haus, Initiator der Nacht der Nachhaltigkeit, wird zudem einen Sketch zum Thema Nachhaltigkeit mit dem Titel "100% erneuerbar, oder was?" aufführen. Dieser wird um 20.30Uhr im Restaurant Mauganeschtle, um 22.30Uhr in der Tübinger Wurstküche und um 23.30Uhr in der Gasthausbrauerei Neckarmüller zu sehen sein.

Auch Filmliebhaber kommen am 29.11.2013 auf Ihre Kosten: Während der Nacht können Sie nämlich aus einem bunten Filmangebot wählen: ALB-GOLD gestaltet im Kino Atelier einen bunten Filmabend (20-23:45Uhr) unter dem Motto "Bilder Bewegen", bei dem das Thema Nachhaltigkeit und dessen Zusammenhang mit unseren Essgewohnheiten im Vordergrund stehen wird. Parallel dazu wird im Arsenal Kino zuerst der Film "Kahlschlag - Der Kampf um Brasiliens letzte Wälder" von der Amnesty International Hochschulgruppe Tübingen gezeigt (18:30-20Uhr). Danach präsentiert die Global Marshall Plan Gruppe den Film "White Charity!". Und auch im Weltladen werden mehrere Filme verschiedener Genres zum Thema "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt" gezeigt und anschließend darüber diskutiert.

Diskutiert wird auch hier: Im Weltethos Institut findet ein Finanzsymposium mit Vertretern aus Wissenschaft, Privatwirtschaft und Journalismus statt. Unter dem Titel "Gutes Geld! Gutes Geld?" setzten sich Wilfried Münch von der GLS Bank und Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck, Dr.Bernd Villhauer, Hans Lamparter von der KSK Tübingen auf den "heißen Stuhl" und stellen sich Ihren Fragen. Oikocredit stellt ihr ehtisch-sozialgenossenschaftliches Geldanlagemodell im Gemeindezentrum St.Johana mit buntem Angebot vor.

Sie wollen lieber selbst aktiv werden? Dann schnappen Sie ihre alten Klamotten und ab zur Kleidertauschbörse im Kupferbau (18-22Uhr) oder machen Sie aus alten Plastiktüten und Dosen (bitte mitbringen!) Geschenke wie CD-Hüllen, Handytaschen oder Holzkocher, beim Upcycling-Workshop im Gemeindehaus Lamm (19Uhr-Mitternacht). Und für alle denen das noch nicht aktiv genug ist, empfehlen wir den Bewegungsparcours der Initative für eine aktive Schule (Schwärzlocher Täle 3, 19-22Uhr).

Oder lieber gemütlich an einer Ausstellung vorbeischlendern? Im Gemeindehaus Lamm sind gleich vier Naturtextilhersteller mit Ausstellungen vertreten: die Firmen Engel und Schweikhardt sowie die Gebrüder Elmer und Zweifel GmbH und die disana GmbH. Zudem öffnet die Firma Gerhard Rösch in der Schaffhausenstraße ihren Fabrikverkauf. Des weiteren ist im Tübinger Stadtmuseum sowohl eine Ausstellung zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit dem Titel "Das Leitbild Tübingen 2030 in der praktischen Umsetzung" als auch die aktuelle Ausstellung der Naturfreunde "Natur: Hier bin ich Mensch, hier will ich sein" zu besichtigen.

Und wenn Sie sich für Rundgänge durch Tübingen interessieren, dann probieren Sie doch mal das Nachtwandern des Sozialforum Tübingens aus (Treffpunkt vor dem Gemeindehaus, ab 21Uhr) oder machen Sie mit beim Konsumkritischen Stadtrundgang im französischen Viertel, welcher von der Weltbewusst Gruppe Tübingen durchgeführt wird (Treffpunkt Bushaltestelle Aixer Straße, Dauer eine Stunde jeweils um 19 und 21Uhr). Auch Ina Z wird mit ihrem Walking Act unterwegs sein... Lassen Sie sich überraschen.

Das ist nur ein kleiner Vorgeschmack: das komplette Programm finden Sie auf der Veranstaltungswebseite. Schauen Sie doch mal rein!

Diesem vielfältigen Programm kann auch die "Prominenz" nicht wiederstehen: So werden unter anderem Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Ba-Wü, Filme Macher Valentin Thurn und natürlich auch unser Oberbürgermeister Boris Palmer (5 vor 12 Rede am Marktplatz mit dem Thema "Wenn das Eis schmilzt") mit dabei sein.

Und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: vom Marktladen wird es auf dem Marktplatz eine "Bio-Regionale Aufwärmstation" mit warmen Getränken und Eintopf geben und wer danach noch Hunger hat holt sich am besten einen Flammkuchen am Stand der Firma Hartmann Energietechnik. Müde? Dann kann ein Bio-fairer-Moshi-Kaffee, der im Stadtmuseum Tübingen ausgeschenkt wird (19-23Uhr) genau das Richtige für Sie sein.

Organisiert wurde das alles von einem unschlagbaren Orga-Team bestehend aus dem Umweltzentrum Tübingen e.V., KlimAktiv, Climonomics und Greening the University e.V..

Wir wünschen allen Teilnehmenden schon Mal viel Spaß und allen Mitveranstaltern viele begeisterte Teilnehmer bei der Nacht der Nachhaltigkeit 2013.

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Herbstlicher Sensenmähkurs

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit vollzieht sich bei den Tübinger Stadtgärtnern, den kommunalen Servicebetrieben, eine Re-Volution: Was in der Schweiz schon Standard ist, das Mähen mit der Sense, soll wieder kultiviert und auf passenden Flächen eingesetzt werden.

Vor einigen Jahren wurden die Sensen ausgemustert und durch motorisierte Freischneider ersetzt. Dabei handelt es sich bei der Sense nicht um ein nostalgisches Retro-Werkzeug. Vielmehr ist sie ein "Hightech-Gerät", wie Herr Hochstrasser von "Zürich Grün", der Stadtgärtnerei der Schweizer Großstadt, sagt: "Über Jahrhunderte optimiert und aus hochwertigsten Materialien ergonomisch gestaltet."

In zwei Schulungen hat Manuel Haus nun ca. 18 Beschäftigte der Servicebetriebe ins Mähen mit der Sense eingeführt. Die Rückmeldungen waren eindeutig positiv. Das Mähen mit der Sense wurde von den Teilnehmenden ganz klar als schneller, leichter und weniger belastend eingestuft, als die Arbeit mit dem Freischneider.

Der nächste Schritt ist nun die Auswahl und die Beschaffung der Sensen. Über eine Förderung der Stiftung der KSK Tübingen konnte das Umweltzentrum vor einiger Zeit verschiedene Worbe (so heißen die "Stiele" im Fachjargon) und unterschiedliche Sensenblätter beschaffen, die die Beschäftigten schon bei den Schulungen ausprobieren konnten. Denn Sense ist nicht gleich Sense. Das Werkzeug muss zur jeweiligen Person passen.

Noch ein weiterer Vorteil für den Einsatz der Sense: Während bisher nach der Arbeit mit dem Freischneider das gehäckselte Gras (zusammen mit den gehäckselten Bienen, Käfern und sonstigen Kleinlebewesen) zum Verrotten liegen blieb, kann nach dem Sensenmähen das Mähgut abgeräumt werden, was der Vielfalt auf den Flächen zu Gute kommt.

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Neue nachhaltige "UWZ" Polo-Shirt's

Ist Ihnen im letzten Infobrief etwas an der Kleidung unseres Umweltzentrum Teams aufgefallen? Kleiner Tipp: Suchen Sie nach blauen, sehr modischen und absolut nachhaltigen Polo-Shirts.

Der Wunsch nach einer einheitlichen Kleidung, die uns speziell bei Veranstaltungen hilft mit unserem Logo sichtbar zu sein, ist im Juni diesen Jahres nun Wirklichkeit geworden. Bei der Recherche nach einem nachhaltigen, fairen Textilprodukt stießen wir schnell auf die Firma Gebr. Elmer & Zweifel GmbH & Co. KG, die ihren Sitz in Bempflingen bei Reutlingen hat. Elmer&Zweifel vertreiben Textilien die mit dem "Naturtextil IVN BEST"-Zertifikat ausgezeichnet sind. Das überzeugte uns, denn dieses Siegel ist derzeit das Zertifikat mit den höchsten Ansprüchen an textile Ökologie. Es enthält Richtlinien, die weit über der Gesetzgebung der europäischen Union liegen. Ebenso deckt es die gesamte textile Produktionskette in ökologischer und sozialverantwortlicher Hinsicht ab.

Ein Teil der Produktion ist das Baumwollprojekt von GADC (Gulu Agricultural Development Corp.) in Uganda: Die Firma Elmer&Zweifel ist dort mit ihrer Marke "Cotonea" größter Baumwollkunde und gibt den 12000 Farmern in der Region Sicherheit und eine Lebensgrundlage indem Sie bereits vor der Ernte eine feste Abnahmemenge zu einem festen Preis garantieren. Der fair-zertifizierte Anbau wird über eine externe Organisation auf Einhaltung der EU Bio Richtlinien überwacht. Neben Baumwolle werden auch Sesam, Sonnenblumenkerne und Chilis angebaut.

Falls sie noch mehr über die Firma Elmer&Zweifel und ihre Projekte erfahren möchten, dann besuchen Sie doch die Nacht der Nachhaltigkeit (siehe Artikel oben). Dort werden diese sowie einige andere Textilhersteller im Gemeindehaus Präsentationen zum Thema "Textilien bio und fair" halten und Fragen beantworten. Den Link zur Veranstaltung finden sie hier.

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Rückblick: Rottenburger Energietage 2013

Diesen Herbst durften wir uns wie schon im Jahr zuvor über die Einladung der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg zu den "Rottenburger Energietagen" freuen. Bei dieser Veranstaltung kommen neben dem Schwerpunkt "Nachwachsender Energieträger Holz und andere regenerative Energien" Jahr für Jahr neue Themen wie energetische Sanierung oder nachhaltige Mobilität hinzu. Dieses Jahr konnte man sogar ein E-Bike Probe fahren.

Unsere Ausstellung zu Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen war am 19./20.10.2013 auf dem Gelände der Hochschule Rottenburg zu sehen. Der Andrang war groß und so konnten wir in vielen Beratungsgesprächen Informationen weitergeben und auf die Vorteile einer Dämmung aus nachwachsenden Rohstoffen aufmerksam machen. Unterstützt wurden wir dabei von unserem ehemaligen Praktikanten Daniel und von unserer neuen ehrenamtlichen Mitarbeiterin Dr.Roswitha Meyer, die zum ersten Mal bei einer Veranstaltung von uns dabei war.

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Petition: Ölsandabbau in Kanada

Das Umweltzentrum Tübingen hat sich dazu entschlossen, Greenpeace beim Protest gegen den Ölsandabbau in Kanada zu unterstützen.

Für den Abbau des Teersandes müssen Urwaldgebiete gerodet werden. Des Weiteren fallen bei der Trennung von Öl und Sand Unmengen an giftigem Schlamm an und bei der Energiegewinnung drei Mal so viel Umweltgiftgase wie bei konventioneller Ölgewinnung.

Das führt zu einer weiträumigen Zerstörung der Umwelt von Mensch und Tier. Falls Ihnen das Thema genauso wie uns am Herzen liegt, so können Sie selbst aktiv werden und mitmachen bei der Greenaction-Online-Petition.

Mehr Informationen zum Thema gibt es auch auf der Webseite von Greepeace!

(edit: Bildquelle www.greenaction.de)

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