Umweltzentrum Tübingen - Infobrief vom Dezember 2011

Infobrief Dezember 2011

Ausblick

Am Ende eines Jahres ist üblich, zurück zu schauen auf das, was man zu Stande gebracht hat. Für uns ist das immer sehr interessant, weil in der laufenden Arbeit die Erfolge oft aus dem Blick geraten.

Aber zunächst schauen wir in die Zukunft, denn unsere erfolgreiche Arbeit soll ja weiter gehen.

Zukunftsfähige Sanierung

Unser drittes Symposium steht wieder an. Aufgrund der zeitraubenden Vorbereitungen haben wir diesmal ein Jahr übersprungen und den Termin auf den 3. / 4. Februar gelegt.

Ganz im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung wollen wir die Teilhabe und die Gestaltungskompetenz der Teilnehmenden weiter stärken. Dies drückt sich im Konzept der Veranstaltung aus, in dem die Teilnehmenden selbst intensiv verschiedene konkrete Themen diskutieren und gemeinsam Lösungen entwickeln, wie die Gebäude im historischen Bestand energetisch aufgewertet werden können, und dabei das Gesicht der Städte und Gemeinden und ihre Identität erhalten bleibt.

Wir hoffen dabei auch auf die Teilnahme aus den Reihen der EigentümerInnen, denn diese sind ja die direkt Betroffenen und daher wichtige Akteure in diesem schwierigen Diskurs.

Hier finden Sie das Faltblatt zum Symposium. Wir freuen uns, wenn Sie Interesse daran haben.

Die Zukunft des Umweltzentrums

Im neuen Jahr stehen möglicherweise wichtige Veränderungen im Umweltzentrum an:

Wir alle werden unweigerlich älter. Und für unseren Geschäftsführer Manual Haus kommt auch irgendwann die Zeit, darüber nachzudenken, ob nicht jüngere den Stab übernehmen und weiter tragen sollten. Zwar denken Volkswirtschaftler über die Rente mit 70 oder 80 nach, aber wir wissen ja inzwischen aus leidvoller Erfahrung mit der so genannten Finanzkrise, dass diese Wissenschaft nicht sehr nahe an der Realität arbeitet.

Wie also wird es weiter gehen mit dem Umweltzentrum? Wie finden wir eine geeignete Nachfolge?

Die Arbeit im Umweltzentrum ist ja höchst spannend; sie ist weitgehend selbstbestimmt und bietet viele Möglichkeiten, neue Themen aufzugreifen und Kooperationen zu schließen. Sie ist aber auch nervernaufreibend und zeitintensiv und mit ehrenamtlichen Kräften nicht kontinuierlich zu leisten.

Daher fragen wir uns verstärkt, was einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin auch an Gegenwert geboten werden kann.

Die derzeitige Finanzsituation lässt eigentlich keine Entlohnung zu, die den Arbeits- und Zeitaufwand rechtfertigt. Als Alt-Öko mit hohem Selbstausbeutungsfaktor mag das angehen, aber einer Nachfolge ist das kaum zuzumuten.

Obwohl wir ja das Haus Kronenstraße besitzen, fließen immer noch alle Einnahmen inklusive Mietzahlungen des Umweltzentrums an die Sparkasse. Daher stellt sich für uns die brennende Frage, ob und wie wir die Einnahmesituation des Umweltzentrums den eigentlichen Anforderungen anpassen können.

Auch hierüber müssen wir uns im kommenden Jahr Gedanken machen.

Dass das Umweltzentrum eine wichtige Komponente in der Tübinger (Umwelt-) Bildungslandschaft ist, zeigt unsere bisherige Arbeit: Auf das Jahr 2011 können wir wieder mit gutem Gefühl zurück blicken.

Viele Aktivitäten und auch ein paar Preise haben uns dieses Jahr garniert.

Das Jahr 2011 fing für uns gleich gut an, wenn auch ziemlich arbeitsam:

Rückblick

Ideen Initiative Zukunft (BNE)

Die Drogeriemarkt-Kette dm hat zusammen mit der deutschen UNESCO-Kommission die Aktion "Ideen Initiative Zukunft" gestartet, an der auch wir teilnehmen durften. Das Ziel war, Institutionen und Projekte auszuzeichnen, die Bildung übergreifend im Sinne der nachhaltigen Entwicklung begreifen und die Felder Umwelt, Ökonomie und Soziales sowohl lokal als auch global integrierend thematisieren.

In der Depot-Filiale durften wir im Januar, neben anderen Projekten, unser "Infozentrum nachwachsende Dämmstoffe" präsentieren. Die KundInnen haben darüber abgestimmt, welches Projekt sie am besten finden, und das waren wir!

Als Sieger dieser Abstimmung konnten wir uns neben den Siegern in anderen Filialen über einen Scheck von 1.000 Euro freuen, was unseren knappen finanziellen Ressourcen natürlich gut getan hat.

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Volksbankpreis

Und noch bei einem Förderwettbewerb konnten wir punkten: und zwar beim Volksbankpreis.

Die Volksbank Tübingen hat anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums ebenfalls einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem eine Jury unter dem Motto "gemeinsam gewinnt" aus vielen Bewerbungen 25 Projekte ausgesucht hat. Auch hier waren wir mit unseren Wildbienenprojekten an Schulen unter den Glücklichen, die sich über 1250 Euro freuen konnten.

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fdf

Richtig arbeitsam wurden wir dann wieder auf der fdf im März. Wir waren mit zwei Infoständen vertreten, wie bisher mit dem naturnahen Garten und mit unserem schon nicht mehr so neuen Schwerpunkt, den Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen.

An beiden Ständen hatten wir im Durchschnitt 10 Gesprächs"KundInnen" pro Tag und an den Wochenenden sogar mehr, sodass wir insgesamt sicher jeweils über 100 Interessierten Rede und Antwort gestanden haben und ihnen mit interessanten Informationen weitergeholfen haben.

Dazu kam noch ein gut besuchter Vortrag im Themenzelt Energie. Auch hier, an beiden Ständen konnten wir die BesucherInnen mit den Zusammenhängen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung vertraut machen und ihnen Einblick in die ökologisch-ökonomisch-sozialen Zusammenhänge nahe bringen.

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Pfrondorf

In Pfrondorf haben wir im Mai eine schon im Herbst 2010 angedachte Kooperation mit der Grundschule und engagierten Eltern realisiert, bei der wir eine Arbeitsgruppe von 15 Kindern für Wildbienen begeistern konnten. Mit unserem Konzept des "Dedektivspiels" haben die Kinder viele selbst aufgenommene Fotos mitgebracht und kollagiert. Wir haben Wildbienen-Nisthilfen gebastelt und zusammen diskutiert, welche Rolle die Wildbienen im Naturhaushalt und im Hausgarten spielen.

Schließlich haben wir im Schulgarten ein vom betreuenden Elternteil, Herr Fink, vorgefertigtes Wildbienen-Haus eingeweiht, wobei trotz strömenen Regens die ganze Schule versammelt war.

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Klimatag/Regionalmarkt

Auch hier war das Umweltzentrum wieder mit zwei Aktivitäten vertreten. Im Rathaus mit der Information über die Dämmstoffe und vor dem Rathaus mit dem Wildbienenworkshop für Kinder.

An beiden Ständen konnten wir uns über regen Zuspruch freuen.

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Energieeffizienz im Büro

Schon lange beschäftigen wir uns mit der Effizienzsteigerung bei der Beleuchtung. Mehrere Jahre schon haben wir die hocheffizienten LED-Spots in unserem Schaufenster und informieren über diese einfache Möglichkeit die doch noch Strom fressenden Halogen-Spots zu ersetzen.

Nun haben wir eine Quelle aufgetan, die uns Informationen über den Ersatz von Leuchtstoffröhren durch LED bietet, und auch die Röhren selber verschaffen konnte. Deshalb haben wir für interessierte Fachleute eine Vorführung dieser LED Variante durchgeführt. Groß war das allseitige Staunen, wie lichtstark und farbtreu diese "Röhren" sind.

Seit Anfang November ist nun auch das Umweltzentrum mit dieser hocheffizienten und flimmerfreien Beleuchtung ausgestattet. Das spart uns insgesamt etwa 150 Euro im Jahr an Stromkosten, die Lampen machen sich in etwa 2,5 Jahren bezahlt.

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Nachhaltigkeitstag der Uni

Auch am Nachhaltigkeitstag der Uni haben wir uns wieder beteiligt. Im Vorfeld hatten wir eine Diskussion mit Studierenden über nachhaltige Lebensstile. Deshalb wollten wir, eventuell gemeinsam mit ihnen, diese Fragen thematisieren. Allerdings waren die Besucher des Nachhaltigkeitstages mehr am nachhaltigen Frühstück interessiert, denn unser Angebot den ökologischen Fußabdruck, in Form des CO2-Rechners darstellen zu lassen, ging den meisten doch zu lang.

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Mähkurse

Im Juni, unter anderem beim Rosenfest und im Juli haben wir wie letztes Jahr wieder unsere Mähkurse durchgeführt. Eigentlich hatte Manuel Haus die Befürchtung, dass der Markt "abgeschöpft" sei, nachdem im letzten Jahr 40 Interessierte bei den Kursen teilgenommen hatten. Aber auch dieses Jahr wollten wieder 30 Garten- und GütlebesitzerInnen das Mähen mit der Sense erlernen. Gespannt verfolgten sie in den drei Kursen die Ausführung über die Zusammenhänge zwischen Mähen, entfernen des Mähguts und Wachstum der Wiesenblumen, aber auch was die Wildbienen für einen ökonomischen Wert im Naturhaushalt und im Garten darstellen.

Damit können wir sagen, dass zukünftig wieder 30 Gärten und Grundstücke zusätzlich in Tübingen naturnah und bienenfreundlich gepflegt werden.

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Rosenfest

Einer unserer Mähkurse fand parallel zum Rosenfest statt. Das war besonders für das Team am Umweltzentrum-Stand eine Herausforderung. Diandra Jurtz, Sebastian Schlegel und David Boehme haben diese aber exzellent gemeistert und mit großem Erfolg den Barfußpfad, den Wildbienen-Workshop und die Informationen am Stand betreut. Das Interesse der BesucherInnen auf dem Rosenfest ist natürlich besonders groß und wir freuen uns, dass wir hier jedes Jahr wieder dabei sein können.

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Gartenschau in Horb

Auf der Gartenschau in Horb hat das Forum Grünes Bauen zusammen mit dem Betonmarketing Süd eine Veranstaltungsreihe durchgeführt, bei der Manuel Haus die Gelegenheit hatte, wichtige Grundlagen zum Klimaschutz, zur Ressourcenschonung und zur Frage "Zerstört der Klimaschutz das Gesicht unserer Städte?" zu thematisieren. Das stieß auf großes Interesse, weil diese Zusammenhänge meist in der Diskussion über die Gebäudesanierung nicht so gesehen werden.

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Der Baden-Würrtembergische Energietag

hat uns die Gelegenheit gegeben, das Thema "Nachwachsende Rohstoffe" ins Blickfeld zu rücken. Schon letztes Jahr hatten wir uns bemüht die Infobox von BAUnatour nach Tübingen zu holen. Damals war aber in der Tour kein passender Termin mehr frei. Die lange Vorarbeit hat sich dann aber gelohnt. Eine knappe Woche waren die Infobox und unser Infostand auf dem Holzmarkt und während der ganzen Zeit garniert von verschiedenen Infoständen, wie der Agentur für Klimaschutz, den Stadtwerken oder der Firma Symmbio.

Dazu gab es verschiedenste Vorträge, die immer wieder Zuhörer anlockten. Dem Team von BAUnatour ist vielmal zu danken, denn sie haben unsere nicht sehr leichte Aufgabe der Oranisation und Koordination eine ganze Woche tatkräftig unterstützt.

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Grüner-Gockel-Audit im Stift

Unseren EMAS-Prozess haben wir ja im Konvoi mit Einrichtungen der Stadt Tübingen und verschiedenen evangelischen Einrichtungen begonnen, wobei die kirchlichen Einrichtungen ein eigenes Zertifizierungssystem entwickelt haben, das auf sie zugeschnitten ist: Der "Grüne Gockel". In diesem Rahmen konnte Manuel Haus nun dem Stift bei seinem internen Audit zur Seite stehen und dabei einige interessante Hinweise geben. In der Folge hatte Manuel Haus Gelegenheit, bei einer Stift-Versammlung den Studierenden und Beschäftigten einige wichtige Grundzüge zum Lüften, zum sparsamen Energieeinsatz und zur Schimmelvermeidung nahe zu bringen. Eine große Herausforderung insofern, als das Ganze in etwa fünf Minuten zu absolvieren war.

Dennoch oder gerade deswegen waren die Rückmeldungen über den didaktischen Wert sehr positiv.

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Infotag Engagement im LRA

Im Herbst hat das Landratsamt einen Infotag für Schülerinnen und Schüler angeboten, bei dem diese die vielfältigen Freiwilligen-Angebote im Kreis kennen lernen konnten. Ganz per Zufall sind wir auf diese Veranstaltung gestoßen. Dennoch ist es uns gelungen, auch die FÖJ-Einsatzstellen, soweit sie ebenfalls interessiert waren, in das Programm einzubringen. So konnte sich auch das Ökomobil und Hartmann Energietechnik mit ihren FÖJ-Stellen präsentieren. Unser derzeitiger FÖJler Kevin Buk und unsere Ehemalige, Diandra Jurtz haben die Betreuung des Infostandes übernommen und unsere Arbeit und unser Angebot bei der Betreuung der Jugendlichen im FÖJ präsentiert.

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Symposium NEULAND in Landau

Die Stadt Landau steht in gewisser Weise in einer Situation, in der Tübingen vor 20 Jahren mit der Konversion der militärischen Liegenschaften stand. Allerdings stehen dort durchweg Gebäude, die - ähnlich wie unsere ehemalige Thiepval-Kaserne - auf Grund ihrer Bauzeit ganz besondere Herausforderungen an die energetische Modernisierung stellen. Und das bezieht sich auch auf fast die gesamte Stadt und die Privatgebäude.

Die Bauverwaltung hat daher ein zweitägiges Symposium mit dem beziehungsreichen Titel "NEULAND" durchgeführt, da das Militärgelände gleichzeitig auch als Landesgartenschau-Gelände umgestaltet wird.

Hier kamen Manuel Haus die Vorbereitungen zum Vortrag in Horb zu Gute. Entsprechend dem Motto "über den Tellerrand" konnte er auch dem dortigen Publikum einen Blick über die Themen der energetischen Modernisierung hinaus in die Fakten der Rohstoff-Situation und der Energieversorgung bieten. Das war für viele zwar überraschend, aber hilfreich bei der Einordnung der Anstrengungen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden.

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BNE-Auszeichnung

Unsere Umweltbildung sehen wir schon immer als Verknüpfung von klassischem Umweltschutz und dem realen Leben. Nur wenn dieses als Gesamtkomplex betrachtet wird, können die richtigen Schritte zur Zukunftsfähigkeit gelingen. Nachdem Manuel Haus herausgefunden hatte, dass sich auch Institutionen bei der UNESCO-Kommission als Projekte bewerben können, haben wir die Gegenheit genutzt, bei der Neugestaltung unserer Internet-Seiten, diesen wichtigen Aspekt besser in den Vordergrund zu stellen.

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Ein ganz besonderer Dank!

Ganz besonderer Dank gebührt unseren vielen Helferinnen und Helfern, die es est möglichmachen, dass wir jedes Jahr so vielfältige Aktionen durchführen! Insofern ist das "wir" kein Plural majestatis, wir scihon einmal ein Vorwurf leutete, sondern das sind tatsächlich "wir", also das Kernteam des Umweltzentrums und die ehemaligen FÖJlerInnen und PraktikantInnen, oder auch einfach Dazugestoßene, die mit uns zusammen etwas sinnvolles machen wollen.

Ohne sie wäre das vorgestellte Feuerwerk an Veranstaltungen nicht möglich!

Vielen Dank an Diandra, Sebastian, Jörg, Anja, Andrea, Christoph, David, Benita, Kevin, Katrin, Marie, Anika (die leider nicht alle auf dem Foto sind)!

Honorieren Sie unsere Arbeit mit einer Spende:

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