Infobrief Dezember 2012


Das Bewerbungsverfahren zur
Geschäftsführerstelle ist abgeschlossen

Nach einiger Zeit voller Gespräche und Beratungen haben wir uns auf eine Bewerberin geeinigt, die jedoch wohl erst am 15.4.2013 die Stelle im Umweltzentrum antreten wird.

Bis dahin sind der Praktikant und die FÖJlerin im Büro, wobei Herr Haus (nun im Vorstand) voraussichtlich jeden Tag für einige Zeit vorbeischaut, sowie die Betreuung und Anleitung übernimmt.

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Netzwerk Naturschutz Plenumveranstaltung am 9.11.2012

Die Plenumsveranstaltung des Netzwerk Naturschutz im Regierungspräsidiums Tübingen möchte ehrenamtliches Engagement durch Weiterbildungen und regionale Arbeitstreffen unterstützen. Es ist ein stabiles Netzwerk zwischen der Naturschutzverwaltung und den engagierten BürgerInnen, was eine gute Voraussetzung für mehr Erfolg im Naturschutz schafft.

Das letzte Plenumtreffen hatte zwei Schwerpunktthemen: Das erste behandelte "Windkraft und Naturschutz".

Dabei wurden zunächst der Stand, die Ziele und Maßnahmen des Ausbaus der Windenergie in Baden-Württemberg dargestellt.



Darauf wurde auf die Probleme und Hinweise bezüglich Windenergie und Naturschutz hingewiesen - ein Punkt, der oft in der Euphorie um erneuerbare Energien übergangen wird.


Zahlreiche Arten sind von Windkraftanlagen beeinträchtig: Nicht nur verändern Windkraftanlagen das Landschaftsbild, sondern es werden beispielsweise durch Schall, Schlagschatten, Rotorschlag, Verwirbelung viele Tierarten abgelenkt und verscheucht, verletzt oder getötet. Welche komplexen Ansätze zum Umgang mit diesen Problemfeldern/Lebensräumen der Tiere bestehen, wurde eingehend besprochen. Daran anschließend wurden die planungsrechlichen Aspekte beleuchtet.

Als zweites Schwerpunktthema fielen unter dem Thema "Praktischer Naturschutz im Dialog" Projekte, welche sich zwischen Energie, Biodiversität und Regionalität bewegten.

Den Anfang machte ein Konzept, aus anfallenden Abfällen aus Landschaftspflegemaßnahmen Energie in Form von Biogas zu gewinnen. Viele Abfälle aus der Landwirtschaft sind für konventionelle Vergärung in flüssiger Form ungeeignet. Das Konzept sieht vor, diese Abfälle wie z.B. Langgras mit Trockenvergärung zu verwerten. Dieses Verfahren ist bisher leider nicht ganz so ausgereift wie das konventionelle.

Darauf folgten Ausführungen, wie man den Waldrand als wertvollen, aber vernachlässigten Lebensraum pflegen sollte und es wurde auf die gemeinhin praktizierten Fehler in der Pflege aufmerksam gemacht.


Am Schluss wurde das Regio-Saatgut vorgestellt und welche Möglichkeiten zur ökologischen Nutzung von Wiesen damit erschlossen werden.

Im Anschluss fanden sich die Teilnehmer in Regionalgruppen zusammen, um sich über zukünftige Projekte auszutauschen. Es wurde unter anderem vereinbart Veranstaltungen zur Wiesenutzung unter Streuobst durchzuführen. Dazu gehören Pflegemaßnahmen, in denen sich das Umweltzentrum mit einen Sensen-Mähkurs in Kooperation mit dem NABU-Mössingen beteiligen wird. Zusätzlich wird eine Führung zum Thema Wald- und Heckenrandpflege in der Region angeboten.

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PLENUM im Kreis Tübingen

Das PLENUM (Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt) ist ein Projekt, was in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung stattfindet. Dabei ist das Motto "Schützen durch Nützen": PLENUM ist eine Strategie, die Natur zu schützen und dies auf freiwilliger Basis mit der Bevölkerung zusammen "von unten" her durchzuführen. Es soll zukünftig auch für den Landkreis Tübingen gelten.

Bei einem Fachtag des Landtagsamts hat das Umweltzentrum in der Arbeitsgruppe Umweltbildung teilgenommen und sich dafür eingesetzt, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung auch auf Ebene von ErzieherInnen in Form von Fortbildungen umgesetzt wird.

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Revalidierung der EMAS-Auszeichnung

Am 13.11.2012 konnten wir bei uns Herrn Hartmann begrüßen, der unsere Revalidierung der EMAS-Auszeichnung vorgenommen hat. Seite für Seite wurde unsere neue Umwelterklärung von ihm durchgesehen und unterschrieben. Alle Unterlagen wurden an die IHK versendet und wir warten nur noch auf die Bestätigung, das Logo wieder für 4 Jahre tragen zu dürfen.

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Alle Jahre wieder eine neue Gentech-Freisetzung

Eine Meldung vom Umweltinstitut München berichtet von geplanten Zulassung einer Genkartoffelsorte Fortuna. Wie immer zur Weihnachtszeit (in der meist mit weniger Widerspruch seitens der Bürger zu rechnen ist) meldet das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) den Antrag für die Freisetzung einer genmanipulierten Sorte, diesmal von BASF Plant Science.

Weder Verbraucher, noch Industrie haben Interesse an genmanipulierten Agrarerzeugnissen. Demnach ziehen nur die Agrarkonzerne einen Vorteil daraus.

Das Umweltinstitut hat eine Aktion "Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!" ausgerufen, um die Zulassung der Genkartoffelsorte im bislang kommerziell genfreien Deutschland zu verhindern.

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Wussten Sie schon...?

Eine andere Art des Neokolonialismus - Deutschlands Landnahme weltweit

Im Bezug auf die Global Soil Week veröffentlichte die taz am 20.11.12 einen Artikel "Auf dem Boden der Tatsachen" zum Thema Bodenschutz. Die Global Soil Week wird von dem Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) veranstaltet, wobei sich Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft beraten, wie sich der Bodenschutz weltweit verbessern lassen lässt.

"Böden speichern 4.000 Milliarden Tonnen CO2, ernähren bald 9 Milliarden und sind eine der weltweit knappsten Ressourcen." taz

In Deutschland werden 12.000.000 ha für Ackerland genutzt. Zusätzlich importieren wir Agrargüter, die auf 14.800.000 ha Land angebaut werden. Damit verbrauchen wir mehr als doppelt so viel Land wie wir in Deutschland haben. Nur 12% der Erdoberfläche weltweit ist als Ackerland nutzbar (Tendenz stark fallend). Damit stehen jedem Menschen weltweit nur noch 0,22 Hektar zur Verfügung.

Der Durchschnitts-Deutsche nutzt 0,33 ha fruchtbares Ackerland, somit wird mehr Land verbraucht als theoretisch weltweit für jeden Menschen verfügbar wäre.

Zum taz-Artikel gehört eine Grafik, die die Landnahme Deutschlands noch einmal konkret darstellt. Diese ist in unserem Schaufenster zur Ansicht vorzufinden.

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