Infobrief Dezember 2013

Rückblick: Nacht der Nachhaltigkeit

Das Veranstaltungshighlight des Jahres 2013 liegt nun hinter uns und als Teil des Organisationsteams blicken wir auf die Veranstaltung mit über 1000 Besuchern zufrieden zurück. An 25 Orten und bei 34 Veranstaltungen boten Akteure aus Tübingen und der Region Einblick, wie sich ein ökologisches, soziales und ökonomisch nachhaltiges Leben in Tübingen gestalten lässt.

Die Anspannung vor dem 29.11.2013 war natürlich groß, die Freude über die rege Teilnahme und Begeisterung der Interessierten bei den Einzelveranstaltungen dann noch viel größer. Zwischen dem Startschuss der Nacht - der Sustainability Lecture im Kupferbau - bis zum stilvollen Ausklang mit der "5 vor 12" - Rede des Oberbürgermeisters Boris Palmer lagen viele tolle Events mit den unterschiedlichsten Angeboten.

Hier geht's zu den Fotos

Wir bedanken uns bei allen Kooperationspartnern, Sponsoren und UnterstützerInnen für die tolle Nacht.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis/Zurück zu "Aktuelles"


Führung brasilianischer Architekten durchs Umweltzentrum "mit Folgen"

Seit 8 Jahren organisiert Frau Dr. Roswitha Meyer (unteres Bild, ganz links), Meyro-Consulting, Seminarwochen für brasilianische Wissenschaftler, vorrangig zusammen mit dem Brasilien-Zentrum der Uni Tübingen und dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Pfeil Gomes Pereira von der Partneruniversität UFF Niteroi bei Rio de Janeiro (Universidade Federal Fluminense). Zu den bisherigen Themen Gesundheits-und Abfallmanagement, Business, Logistik und Marketing und Erneuerbare Energien kam als weiteres Thema Energieeffiziente Bauweisen, sogenanntes "greenbuilding" hinzu.

Im Rahmen der Seminarwoche besuchte Fr. Dr. Meyer mit der Gruppe brasilianischer Architekten am 31. Juli 2013 das Umweltzentrum in der Kronenstraße 4. Dr. Manuel Haus konnte den Interessierten bei der englischsprachigen Führung durch das Haus anschaulich zeigen, was beim Umbau von denkmalgeschützten Gebäuden zu beachten ist.

Dieser Besuch blieb nicht "ohne Folgen": Fr. Dr. Roswitha Meyer war von der Arbeit des Umweltzentrums so begeistert, dass sie seit dem ehrenamtlich mitarbeitet. Sie ist Apothekerin, hat in Chemie promoviert und war 35 Jahre beim Universitätsklinikum Tübingen und später bei der Universität angestellt und als "Betriebsbeauftragte und Gefahrgutbeauftragte für chemische Sonderabfälle" tätig.

Schon während ihrer Berufstätigkeit hatte sie enge Kontakte nach Brasilien und mit Beginn des Ruhestandes gründete sie ihre Beraterfirma Meyro-Consulting, um bei der Erarbeitung von Abfallprojekten in der ganzen Welt mitzuhelfen. Dies macht sie nun oftmals auch ehrenamtlich über den Senior Experten Service. An erster Stelle steht für sie natürlich Brasilien, wo sie 2 x im Jahr tätig ist. Aber auch in Paraguay, Venezuela, Chile, Honduras, Kenia, Tanzania, Thailand und Südindien hat sie bisher Projekte unterstützt.

Vielleicht lernen Sie sie bei einer unserer nächsten Veranstaltungen kennen?

Zurück zum Inhaltsverzeichnis/Zurück zu "Aktuelles"


Die bessere Wahl: Bio und faire Schokolade

Zu keiner Jahreszeit wird so viel Schokolade gekauft, verschenkt und gegessen wie an Weihnachten. Egal ob aus dem Adventskalender, als Schoko-Nikolaus oder als Schokoglasur auf Plätzchen oder Lebkuchen.

Nur die wenigstens machen sich leider dabei Gedanken, wie und unter welchen Umständen der erforderliche Kakao angebaut und geerntet wurde, wie die Einkommenssituation der Kakaobauern ist und wie Kinder von dem Kakaoanbau betroffen sind.

Zum Beispiel schuften in den größten Kakaoanbaugebieten Afrikas hunderttausende von Kindern für einen Hungerlohn auf den Plantagen. Noch schlimmer ist die Verschleppung von Kindern in Westafrika auf Kakaoplantagen, wo sie als Kindersklaven ausgebeutet werden. Kleinbauern müssen unter dem Druck der großen Schokoladenfirmen ihren Kakao billig verkaufen oder sind von dem Börsenkurse für Kakao abhängig, der in den letzten Jahren so niedrig war, dass die Einnahmen aus dem Verkauf der Kakaoernte nicht einmal die Ernährung der eigenen Familie sicherstellen konnte.

Mit diesem Einblick bekommt die Schokolade langsam einen unangenehmen Nebengeschmack!

Wer nicht auf Schokolade verzichten will, aber trotzdem etwas gegen diese Ausbeutung von Mensch, Tier (Kühe zur Milcherzeugung für Vollmilchschokolade) und Umwelt unternehmen möchte, sollte auf das Fairtrade- und Biosiegel achten.

Bei fair gehandeltem Kakao werden den Lieferanten Mindestabnahmepreise und damit zuverlässige Einkommen garantiert. Im Gegenzug verlangen die Mitglieder der internationalen "Fairtrade Labelling Organizations" (FLO) von den Bauern unter anderem, dass keine Jugendlichen unter 15 Jahren als Arbeiter angestellt werden und das Kinder, die auf elterlichen Plantagen helfen, zur Schule gehen.

78 Prozent der fair gehandelten Schokoladenprodukte auf dem deutschen Markt stammen zudem aus biologischem Anbau. Das Bio-Siegel bedeutet oft, aber nicht zwangsläufig, dass die Rohstoffe unter fairen Bedingungen produziert wurden. Die höheren Preise für Kakaobohnen aus Öko-Anbau - der zum Beispiel den Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden verbietet - sind aber eine gute Voraussetzung dafür, dass Bauern ihre Kinder zur Schule schicken können.

Wenn Sie mehr über die schmutzigen Geschäfte auf den Kakaoplantagen wissen wollen, finden Sie hier zwei erschütternde Film-Dokus des ital. Autors Miki Mistrati auf Youtube: Schmutzige Schokolade Teil 1 und Teil 2. sowie eine ausführliche Darstellung "Vom Kakaobaum bis zum Konsumenten".





Das Umweltzentrum bittet Sie, nutzen Sie Ihre Macht als Verbraucher und kaufen Sie keine Schokolade, die mit Kinderarbeit oder von Kindersklaven hergestellt wurde! Verschenken Sie zu Weihnachten besser "faire" Produkte, die auch noch "bio" angebaut wurden! Faire und/oder Bio-Alternativen gibt es mittlerweile fast überall im Handel.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis/Zurück zu "Aktuelles"


Wildbienen-Nisthilfen: ein Geschenk aus dem Umweltzentrum

Wir haben noch Einzelstücke von unseren handgefertigten Wildbienen-Nisthilfen vorrätig zum Verkauf, gefertigt nach den Empfehlungen des Wildbienenexperten Paul Westrich.

Auch nach Weihnachten sind sie ein wunderbares Geschenk, da sie den holznistenden Wildbienenarten zur Eiablage dienen und uns Menschen viel Freude beim Beobachten der Wildbienen machen können.

Sie wissen ja: Wildbienen haben keine Vorräte zu verteidigen und sind deshalb nicht aggressiv und stechen in der Regel nicht.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis/Zurück zu "Aktuelles"


10 Jahre Netzwerk Naturschutz

Am Freitag, den 22.11.2013 lud das Regierungspräsidium Tübingen zum alljährlichen Plenumtreffen des Netzwerk Naturschutz und feierte dabei 10jähriges Jubiläum.

Das Netzwerk wurde 2003 ins Leben gerufen und möchte ehrenamtliches Engagement durch Weiterbildungen und regionale Arbeitstreffen unterstützen. Es ist in den letzten 10 Jahren zu einem stabilen Netzwerk zwischen der Naturschutzverwaltung und den engagierten BürgerInnen gereift, was eine gute Voraussetzung für mehr Erfolg im Naturschutz schafft.

Rund 80 Vertreter von Vereinen und Verbänden, Naturschutz-Engagierte sowie Beschäftigte von Naturschutzbehörden trafen sich, um über aktuelle Fragen des Naturschutzes zu diskutieren, gegenseitige Kontakte zu knüpfen und neue Rahmenbedingungen für den praktischen Naturschutz zu schaffen. Dabei ging es unter anderem um die EU-Agrarreform und die Folgen für den Naturschutz, den Umgang mit öffentlichem Grün und über die neue Moorschutzkonzeption des Landes Baden-Württemberg.

Gleichzeitig nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, um einerseits auf die letzten 10 Jahre zurückzublicken und andererseits um über die Zukunft des Netzwerks und der Netzwerk-Regionen zu beraten.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis/Zurück zu "Aktuelles"


Weihnachtsferien und gute Wünsche

Die Geschäftsstelle des Umweltzentrum Tübingen e.V. in der Kronenstraße 4 hat ab dem 23.12.2013 und bis einschließlich 06.01.2014 geschlossen.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2014.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis/Zurück zu "Aktuelles"


Honorieren Sie unsere Arbeit mit einer kleinen Spende:

Auch bei einer Spende über Paypal können Sie eine Spendenquittung ausdrucken, sofern Sie ihre Adresse angeben. Wir bieten auch weitere Möglichkeiten, uns finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen.