Unsere Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung:

Für Kindergärten, Schulklassen und AGs, aber auch für Erwachsene haben wir zahlreiche Bildungsangebote. Dies können klassische Workshops mit Eigenrecherche und Präsentationen durch die Teilnehmenden sein, einfache Lehreinheiten oder auch handwerklich betonte Praxisworkshops. Die Angebote können Sie bei uns buchen. Sie werden in enger Absprache und Kooperation mit den Betreuenden geplant und durchgeführt. Die Buchung ist auch für private Gruppen möglich.

Buchung unter:
07071/51011
uwz(at)umweltzentrum-tuebingen.de


Mähen mit der Sense - ein Angebot unseres Kooperationspartners "Netzwerk Blühende Landschaft"

Für Garten- und GütlebesitzerInnen oder als Entspannungsprojekt für gestresste Menschen. Garten- und GütlebesitzerInnen wünschen sich oft eine Blumenwiese. Das ist auch gut so, denn Wildbienen schwärmen für bunte Wiesen. Meist will sie sich aber nicht so ohne Weiteres einstellen. Etwas Wissen über Wiesenökologie ist da hilfreich, und natürlich die richtige Pflege. Mit einer hochgewachsenen Wiese wird aber nur eine Motorsense fertig, oder?
Den Krach und Benzingestank können Sie sich sparen. Mit der klassischen Sense, richtig geführt, ist das ein Kinderspiel. Und eine kontemplative Tätigkeit für gestresste Menschen. Leise und rhythmisch, mit ganzheitlicher Körperbewegung nach der eigenen Geschwindigkeit.
Terminanfragen für 2017 unter hartmannundhaus(at)online.de
Für eine Entspannungsaktion Ihrer Firmenmitglieder können Sie diese Kurse auch buchen.
Die Teilnahmegebühr beträgt 40€.



Bauen eines Wildbienen-Nisthäuschens:
Vom Nutzen der Artenvielfalt

Für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen (ab 5 Jahren).
Wildbienen sind eine faszinierende Tiergruppe. Die Vielzahl der Arten und ihre unterschiedlichen Lebensweisen ermöglichen spannende Einblicke in die Naturzusammenhänge. Darüber hinaus sind sie auch für uns Menschen nützlich und sichern regional ganze Wirtschaftszweige.
Wie dies alles zusammenhängt, erfahren die Teilnehmenden bei unseren Workshops und Unterrichtseinheiten. Die Krönung dabei ist, ein eigenes Bienenhäuschen zu bauen, um in der Schule, im Kindergarten oder auch zu Hause weitere Beobachtungen zu machen.

Barfuß-Pfad mieten

Wissen Sie, wie es sich anfühlt auf Heu zu gehen? Oder auf Rinde? Oder auf weichem Moos? Glauben Sie, dass Sie Blätter von Stroh unterscheiden können, wenn ihre Augen verbunden sind? Oder dachten Sie, dass Nadelstreu so weich sein kann?
Wer einmal mit verbundenen Augen über den Barfuß-Pfad läuft, wird eine ganz andere Welt entdecken! Kommen Sie raus aus Ihren Turnschuhen und Sandalen und fühlen Sie wieder Boden unter Ihren Füßen! Und nur hier brauchen Sie auch keine Angst vor Scherben oder Schnecken haben.
Die sieben Kisten sind mit verschiedenen Materialien gefüllt: Stroh, Rinde, Kies, Moos, Heu, Fichtenzapfen, Laub, Rindenmulch und Nadelstreu.
Um die Kisten transportieren zu könnnen, benötigen Sie am besten einen Kleintransporter oder einen großen Kombi. Die Maße der gestapelten Kisten sind ca. 95cm x 120cm x 50cm.
Die Ausleihgebühr für einen Tag beträgt 50€.

Workshops:

Lebensmittel - regional - saisonal

Für Jugendliche ab Klassenstufe 5
Wo kommen eigentlich unsere Lebensmittel her? Wie viel Land wird dafür benötigt und reicht unser Umland für unsere Ernährung? Wie geschieht der Transport und ist er zukunftsfähig? Was könnte sich, was müsste sich ändern?
Das Thema bietet Möglichkeiten der Recherche auf dem Wochenmarkt und im Internet und regt an zu Gedanken über Nachhaltigkeit, unser Verhältnis zu Drittwelt-Ländern und unserem ökosozialen Fußabdruck.

Rosen aus Kenia - Nachhaltig oder fair?

Für Jugendliche ab Klassenstufe 10
"Tulpen aus Amsterdam..." ein alter Schlager, nicht nur im übertragenen Sinn. Aber wer weiß, wie viele Blumen mit der Herkunftsbezeichnung Holland in Wirklichkeit aus Kenia stammen? Wie sind die Produktionsbedingungen dort? Wie der Transport? Hilft fairer Handel, hilft er nachhaltig, wenn das Öl und damit das Flugbenzin knapper wird? Was wären Alternativen - für uns und die Menschen in den Produktionsländern?
Diesen Fragen gehen wir durch Internet-Recherche (und eventuell Umfragen auf dem Markt und in Blumenläden) nach.

Die Welt nach dem Öl - einfach umschwenken auf Erneuerbare?

Für Jugendliche ab Klassenstufe 10
100% erneuerbare Energie - Der Slogan für die Zukunft. Warum überhaupt ist das nötig? Es gibt doch noch genug Öl und die Technik wird immer besser? Haben wir genügend Erneuerbare? Welche Formen gibt es? Stimmen die saisonalen Potenziale? Was ist nötig, um den Slogan zu realisieren und wie geht das? Fragen über Fragen zu einem Thema, das unsere Zukunft bestimmen wird. Das Internet bietet Informationen, Visionen und noch mehr Fragen.
Was können wir für uns als Lehren daraus entwickeln?

Vorträge:

Unser Haus soll schöner werden - verschandelt die energetische Sanierung unsere Häuser?

Gelungene und weniger geglückte Bildbeispiele alter Sanierungen und energetischer Sanierungen. Wird mit der Dämmung die Baukultur beschädigt? Gibt es Alternativen, und wie können die aussehen? Und müssen wir die Häuser überhaupt dämmen? Mit einer Einführung in die Problematik der Ölpreise und ihrer Auswirkungen.

Peak Oil - Wann geht uns das Öl aus?

Wie lange reicht das Öl? Welche Mechanismen stecken hinter den steigenden Preisen? Gibt es nicht ständig neue Ölvorkommen, die uns aus der Bredouille helfen? Und was ist die Strategie der Ölkonzerne?

Hilfe! Schimmel im Haus!

Schimmel im Haus ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Er ist auch unter Umständen gesundheitsschädlich. Warum entsteht überhaupt Schimmel? Wer ist schuld: Die Mieter oder die Bauqualität? Oder gar die Dämmung? Warum hilft lüften oft nicht? Strategien gegen den Schimmel und wie man sich das Leben leichter machen kann.

Was für wen: Erneuerbare Energien bei der Gebäudeheizung richtig einsetzen

Erneuerbare Energien zur Hausheizung liegen im Trend, ja sind sogar per Gesetz vorgeschrieben. Aber nicht alles passt überall. Holz, Sonne, BHKW, Wärmepumpe - was können diese Techniken? Was kommt für mich in Frage? Oder vielleicht doch Erdgas?

Führungen:

Führungen im Modellprojekt Umweltgerechte Sanierung im Umweltzentrum

Für Schulklassen und Erwachsene. 400 Jahre alt und doch Neubaustandard von 2007! Schon 10 Jahre alt ist die Sanierung des Gebäudes des Umweltzentrums, und immer noch ein Musterbeispiel für gelungenen Klima- und Ressourcenschutz. Ohne großen technischen Schnickschnack wurde hier eine hocheffiziente Sanierung durchgeführt. 70% Energieeinsparung durch systematische Planung und Sorgfalt im Detail - das ist möglich! Ein- und Durchblick bekommen Sie bei einer Führung durch das Haus, denn wir haben dafür gesorgt, dass die Sanierung sichtbar ist.

Führung zu sanierten Häusern: JedeR kann mitmachen!

Für HauseigentümerInnen sanierter Häuser und solche, die sanieren wollen. Sie haben selbst ein saniertes Haus? Oder planen eine Sanierung? Zeigen Sie, was Sie drauf haben und geben Sie anderen die Chance, von Ihren Erfahrungen zu profitieren. Wir organisieren für Sie Führungen und Besichtigungen und die Öffentlichkeitsarbeit dazu. Am liebsten im Bauzustand, wenn noch etwas zu sehen ist, aber auch bei vollendeter Sanierung gibt es viel zu sehen und zu erzählen. Melden Sie uns Ihr Projekt! Eine Vorlaufzeit von ca. 1 1/2 Monaten brauchen wir allerdings für die Öffentlichkeitsarbeit.

Aluminiumsammlung

Nach wie vor sammeln wir hier im Umweltzentrum Alt-Aluminium. Ihre gesammelten und gesäuberten Aluabfälle können Sie bei uns während unseren Öffnungszeiten abgeben. Wir leiten das Aluminium weiter an die Menschen der Gebrauchtwarenbörse Retour von der BruderhausDiakonie, die das Aluminium sortieren, pressen und verkaufen. Der Erlös steht dem Projekt der BruderhausDiakonie zu Verfügung.
Durch das Aluminiumrecycling wird die Energie, die zur Herstellung benötigt werden würde, gespart. Aber obwohl viel Aluminium recycelt wird, nimmt der allgemeine Aluminiumverbrauch ständig zu. Versuchen Sie deshalb Aluminium so gut es geht zu vermeiden, denn die Herstellung ist sehr energieaufwändig. Für ein Kilogramm Roh-Aluminium werden 13 bis 15 kWh benötigt. Bei der Stromerzeugung für ein Kilogramm Roh-Aluminium wiederum werden 8,4kg CO2 in die Atmosphäre freigesetzt. Außerdem entstehen bei der Herstellung von Aluminium alkalischer Rotschlamm und große Brachflächen durch den benötigten Bauxitabbau. Lesen Sie mehr im Artikel des Klimabündnisses.
Wir fordern Sie daher auf, Aluminium zu vermeiden, indem Sie zum Beispiel Mehrwegflaschen anstatt Getränkedosen kaufen. Benutzen Sie Plastikboxen statt Alufolie! Kaufen Sie ihren Joghurt in Zukunft in Gläsern statt in Plastikbechern!

Alt-CD-Sammlung

Im Zusammenhang mit dem CD-Recycling-Projekt der Abfallwirtschaft Tübingen sammeln wir im Umweltzentrum auch alte CDs. Die Datenträger bestehen aus sehr hochwertigem Kunststoff (Polycarbonat). Dieser kann nach Abtrennen der Metallfolie sortenrein gut wiederverwendet werden, zum Beispiel in der Medizintechnik, Automobil- und Computerindustrie. Sie können Ihre alten CDs während unseren Öffnungszeiten im Umweltzentrum abgeben.

Handysammlung

Allein in Deutschland liegen 104 Millionen Alt-Handys unbenutzt in der Schublade. Dabei sind sie wahre Schatzkisten: Rohstoffe wie Gold, Kupfer oder Coltan sind ein kostbares Gut und nicht unbegrenzt verfügbar. Um diese wieder nutzbar zu machen, können Sie Ihr altes Handy bei uns im Umweltzentrum abgeben. Wir leiten es an das Deutsche Institut für ärztliche Mission e. V. (Difäm) weiter.

Noch besser als eine sinnvolle Entsorgung ist es jedoch, sein Handy so lange wie möglich zu benutzen und auf ständig neu auf den Markt gebrachte Modelle zu verzichten. Neben der Umwelt in den Ländern mit Rohstoffvorkommen tut man so auch der dort lebenden Bevölkerung etwas Gutes: "Die Menschen, die die Rohstoffe für unsere Handys fördern, schuften und leiden unter härtesten Bedingungen", stellt Peter Friedrich, Schirmherr der Handyaktion von Difäm, fest. Außerdem leben sie zum Beispiel in der DR Kongo im Bürgerkrieg, der sich auch aus dem Handel mit diesen Rohstoffen finanziert.
All das sind gute Gründe dafür, unnötige Neuanschaffungen zu vermeiden.