Unsere Veranstaltungen zur Umweltbildung

Im Laufe der Jahre hat sich das Umweltzentrum mehr und mehr zu einem Bildungszentrum entwickelt. Dabei war es zentrales Anliegen, einerseits die Bildungsinhalte so konkret wie möglich zu halten. Andererseits zeigen wir immer auch die globalen Zusammenhänge und Hintergründe nicht nur bezüglich der Umwelt, sondern auch in Bezug auf soziale, ökonomische und politische Fragen auf. Dadurch schaffen wir Verständnis für die komplexen Zusammenhänge zwischen diesen Bereichen.

Dies sind auch die Ziele der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE)

Für junge Menschen ab 18 stellen wir eine Einsatzstelle im Freiwilligen Ökologischen Jahr bereit. Zentrales Ziel ist die politische Bildung im Rahmen der Umweltbildung. Sie ermöglicht die Entwicklung von Gestaltungskompetenz und erweitert die Möglichkeiten zur Teilhabe an politischen Entscheidungsverfahren. Hier vermitteln wir Kompetenzen in allgemeiner Organisationsarbeit und Projektmanagement, kundenorientierter Umweltberatung sowie in den Fachthemen der Gebäudesanierung und im Naturschutz im Wohnumfeld. Dazu kommt jeweils ein selbst gewähltes und selbst organisiertes Projekt. Lernziele sind dabei die eigene Arbeitsorganisation und das Abschließen des Projekts, aber auch das Einordnen der Arbeit in den größeren Rahmen der BNE.

PraktikantInnen in Berufs- und Studienorientierung an Gymnasien (BOGY) oder auch in studienbegleitenden Praktika begleiten wir durch unseren Alltag und bieten ihnen - je nach Dauer des Praktikums - ein eigenes kleines Projekt sowie natürlich den Einblick in unsere fachliche Beratungstätigkeit.

Am Girls Day und an der Girls Day Academy berichten wir über unsere Arbeit und die Hintergründe. Dabei erfahren die Mädchen viel über Grundkompetenzen in der Arbeitswelt wie zum Beispiel Freundlichkeit am Arbeitsplatz und gegenüber GesprächspartnerInnen.

Im Fachschwerpunkt energetische Gebäudesanierung treffen sich die Themen Klima- und Ressourcenschutz, Erhalt der Baukultur, ökonomischer Betrieb von Gebäuden und soziale Situation von HausbesitzerInnen oder MieterInnen. Ein wichtiges Ziel ist es, diese Problemfelder allen beteiligten Akteuren nahe zu bringen.

Das Umweltzentrum war federführend an der Agenda-Aktion "Altbau mit Zukunft" des Tübinger Agenda-Tisches Klima beteiligt und präsentiert dieses Thema seit vielen Jahren bei der Verkaufsmesse "für die familie" in Tübingen.

Fünf Jahre lang hat das Umweltzentrum die Erstberatung von Sanierungsinteressierten im Rahmen des Wärmepasses im Kreis Tübingen durchgeführt.

Verschiedene Seminare für EnergieberaterInnen sowie Praxis-Workshops für PlanerInnen und Ausführende haben wir in unseren eigenen Räumen oder bei der Agentur für Klimaschutz im Kreis Tübingen durchgeführt.

Eine eigene Broschüre "Vom Altbau zum Wohlfühlhaus" gibt eine Zusammenfassung aus den Erfahrungen der Beratungstätigkeit.

Herausragende Bildungsaktionen waren die Studium-Generale Reihe zum "Peak Oil" an der Universität Tübingen mit neun verschiedenen Vorträgen sowie die Symposiums-Reihe zur "Zukunftsfähigen Sanierung historischer Alltagsgebäude", die im Frühjahr 2012 in die dritte Runde geht.

Das Themenfeld "Naturnaher Garten" bietet mannigfache Möglichkeiten, den Naturschutz im Siedlungsbereich und im eigenen - erfahrbaren - Wohnumfeld zu stärken. Gleichzeitig bietet das Thema die Möglichkeit, Zusammenhänge zwischen Natur und menschlichem Wirken, der Produktion von Lebensmitteln und der Porblematik von "billigen" Import-Früchten und ihrer Erzeugung in der dritten Welt aufzuzeigen

Angekoppelt an das anschauliche und erfahrungsgemäß mit der Beschäftigung immer spannender werdende Thema "Wildbienen" ist es möglich, sehr konkrete Maßnahmen vorzuschlagen und dabei die Naturzusammenhänge transparent zu machen. Bei den Wildbienen wird die Trias Nahrungslebensraum - Nistlebensraum - Nistmateriallebensraum deutlich und vermittelbar, die in vielfältiger Weise vom menschlichen Wirken beeinflusst wird. Dazu kommt die ökonomische Komponente der Bestäubungsleistung, deren Wegfall gravierende wirtschaftliche Folgen hätte.

Direkt hängt damit die "Blumenwiese" zusammen. Sie ist zwar einen Teilaspekt beim Thema Wildbienen, ist aber auch für andere Tiergruppen wir Schmetterlinge, Heuschrecken und Käfer von Bedeutung.

Beide Themen sind auch für die emotionale Erholung und Bindung an die Natur und das Erkennen der Zusammenhänge mit unserem Wirken und Wirtschaften wichtig. Dabei bieten unsere Sensenkurse einerseits die "technische" Voraussetzung für eine Blumenwiese mit ihrem für die Naherholung wichtigen Blütenaspekt und die Kenntnis der ökologischen Zusammenhänge, andererseits sind sie auch eine Übung der Entspannung, der Bewegung und der Kontemplation.