Workshops und Vorträge

Wir haben zahlreiche Bildungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen. Neben Vorträgen oder Workshops zu Nachhaltige Entwicklung, Bildung für Nachhaltige Entwicklung und den Sustainable Development Goals (SDGs) haben wir auch themenspezifische Angebote.

Hier einige Beispiele:

Workshop für Studierende, FÖJ/FSJ/BFD und Erwachsende: Einstieg in die Nachhaltige Entwicklung – eine interaktive Auseinandersetzung mit globaler Gerechtigkeit

  • Weltspiel: In diesem Workshop diskutieren wir gemeinsam Wege und Herausforderungen einer Nachhaltigen Entwicklung, insbesondere Fragen der globalen Gerechtigkeit. Das sogenannte „Weltspiel“ – ein interaktives Aktionsspiel veranschaulicht dabei die globale Verteilung von Kennzahlen wie Bevölkerung, Einkommen und CO2-Emissionen. Die Gruppe verteilt die Kennzahlen auf die Kontinente und reflektiert anschließend ihr eigenes Weltbild und die (un)sichtbaren Ungleichheiten in der globalen Verteilung. Die Darstellung auf einer großen Weltkarte macht komplexe Zahlen und Machtstrukturen greifbar. (Zeitlicher Umfang ca. 1,5 h)
  • Inner Work – Dialogspiel: Erweiternd bieten wir ein Dialogspiel für nachhaltige Entwicklung an, welches die Reflexion und den Dialog zu den 17 Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung anregt. Durch 123 Fragen und farbenfrohe SDG-Karten werden Teilnehmer:innen eingeladen, über Werte, Wünsche und Wege für eine nachhaltige Zukunft nachzudenken und zu diskutieren. Das Spiel fördert tiefgehende Gespräche in unterschiedlichen Kontexten und vermittelt auf spielerische Weise Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Workshop für Jugendliche, Studierende und Erwachsene: Nachhaltiger leben mit der Suffizienzstrategie

  • Hintergrund: Der Earth Overshoot Day – der Tag, an dem wir weltweit mehr Ressourcen verbraucht haben, als die Erde in einem Jahr regenerieren kann – rückt immer weiter nach vorn. Vor 38 Jahren (1987) fiel dieser Tag noch auf den 19. Dezember. Heute leben wir schon ab dem Frühsommer „auf Pump“ – zulasten zukünftiger Generationen. Diese Entwicklung ist vor allem auf den hohen Ressourcenverbrauch der Länder des globalen Nordens zurückzuführen. Wirtschaftssysteme, Lebensstile und Produktionsweisen tragen erheblich zum Klimawandel, zum Verlust der Biodiversität und zur Bodendegradation bei und verstärken die globale Ungerechtigkeit.
  • In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Suffizienz. Anders als technologische Ansätze zielt Suffizienz darauf ab, durch veränderte Verhaltensweisen den Ressourcenverbrauch zu senken. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das individuelle Konsumverhalten, sondern auch die Frage, welche gesellschaftlichen Strukturen nachhaltiges Handeln fördern oder behindern. Gemeinsam werden wir untersuchen, wie sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene ein nachhaltigerer Lebensstil möglich ist, und entwickeln kreative Handlungsmöglichkeiten für eine ressourcenschonende Zukunft.

Workshop für Jugendliche, Studierende und Erwachsene: Nachhaltige Entwicklung und das Gute Leben

  • Hintergrund: Nachhaltigkeit wird meist durch das 3 Säulen Modell beschrieben: ökologisch, ökonomisch und sozial. In der schwachen Konzeption gelten diese drei Säulen als substituierbar. Deshalb können Flugreisen durch CO2-Zertifikate kompensiert werden. In ihrer starken Konzeption wird die ökologische Nachhaltigkeit als die Grundlage aller anderen Formen der Nachhaltigkeit betrachtet und weder soziale noch ökonomische Maßnahmen können diese ersetzen, denn ohne die Erde können wir nicht leben. Allerdings erscheint das 3 Säulen Modell auch als unzureichend für Konzepte nachhaltigen Wirtschaftens, wie Kate Raworth (2017) gezeigt hat. Dieses muss sich in einem Rahmen von sozialen Grundlagen und ökologischen Grenzen bewegen, darf nicht das soziale vernachlässigen, aber genauso wenig die planetaren Grenzen ignorieren. Wenn wir über Nachhaltigkeit (Ziel) und Nachhaltige Entwicklung (Weg dahin) sprechen, vergessen wir allzu oft, dass auch wir Menschen Grenzen haben.
  • In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage nach dem Guten Leben (Aristoteles). Nachhaltigkeit und Nachhaltige Entwicklung sind nicht nur Wissensbegriffe, sondern haben auch einen moralischen Gehalt. Das Gute Leben muss nachhaltig gestaltet sein, kann dies aber nur, wenn die sozialen Grundlagen erfüllt werden. Wir reden über Klimagerechtigkeit und was das in Deutschland bedeutet. Außerdem setzen wir uns mit Klimaemotionen auseinander, die in Unterricht und Lehre oftmals zu wenig Raum bekommen, für unsere mentale Gesundheit aber eine entscheidende Rolle spielen. Gemeinsam werden wir schauen, welche Orte in Tübingen das Gute Leben fördern und wie wir unser Leben nachhaltig(er) gestalten können.

Weitere Themen für Workshops, Vorträge oder Führungen nach Absprache. Inhalt und Bedingungen der Angebote planen wir in Absprache mit Ihnen.